Zinggl zu Kulturbudget: Viel Schatten, wenig Licht

Grüne: Millionenerhöhungen für große staatliche Einrichtungen, mickrige Erhöhungen für die meisten Anderen

Wien (OTS) - "Ein Grund zur Freude ist die Erhöhung der Mittel für den Film auf 20 Millionen Euro. Wenig erfreulich ist die Erhöhung des Budgets für die Bundestheater um 4,5 Millionen Euro. Im letzten Jahr kam eine Studie des Ministeriums auf ein Einsparungspotential von 13 Millionen Euro bei den heimischen Bühnen. Doch anstatt die Mittel in diesem Bereich zu senken, werden sie heuer erhöht", kritisiert der Kultursprecher der Grünen, Wolfgang Zinggl.

"Angesichts der Sparmaßnahmen, mit denen alle anderen Institutionen kämpfen, ist diese Erhöhung ein völlig falsches Signal." Auch der gigantische Zuschuss für die Sommerfestspiele Erl mit 2,5 Mill. Euro ist für Zinggl ein falsches Zeichen.

Während Millionenbeträge für die großen staatlichen Einrichtungen und die Festspiele in Erl freigemacht werden, muss sich alles andere an Kunst und Kultur in Österreich mit einer mickrigen Erhöhung von 500.000 Euro zufrieden geben. Hier zeigt das Budget deutlich den Kulturbegriff der Regierung.

Erstmals mussten Ministerien heuer festschreiben, welche Ziele sie mit ihren Budgets verfolgen und woran sie ihre Erfolge messen werden.

"Das Ziel der Kulturministerin, eine 'stärkere Verankerung von Kunst und Kultur in der Gesellschaft' ist an Plattheit kaum zu überbieten", kritisiert Zinggl. Dies soll laut Ministerium im Wesentlichen mit der Fortführung der bisherigen Förderpraxis erreicht werden.
Die dazu genannten Erfolgsindikatoren sind geradezu lächerlich und verspotten mit Kriterien wie "Erhöhung der Anzahl der Zugriffe auf den Newsletter des Ministeriums von 10.540 auf 11.000", die neue Vorschreibung von Zielvorgaben geradezu.

"Viele Künstlerinnen und Künstler leben und arbeiten in Österreich derzeit oft unter der Armutsgrenze. Dazu gibt allerdings weder Maßnahmen noch Erfolgskriterien, " betont Zinggl.

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