FPÖ-Neubauer: Kosten für Abwrackung von Schrottreaktoren dürfen nicht auf Österreich abgewälzt werden

Wien (OTS) - "Nach den europaweiten Stresstests bei Atomkraftwerken hat sich erwartungsgemäß herausgestellt, dass viele dieser 123 Atomkraftwerke grobe Mängel aufweisen und unmittelbar abgeschaltet werden müssten. Auch wenn die Stilllegung von mangelhaften Reaktoren durchaus wünschenswert ist, dürfen wir nicht die daraus resultierenden Probleme außer Acht lassen, nämlich die Finanzierung der notwendigen Abwrackung", stellte heute der freiheitliche Anti-AKW-Sprecher NAbg. Werner Neubauer fest.

Am Beispiel des Schrottreaktors Ignalina in Litauen, lässt sich das drohende Finanzdesaster, welches auf die Europäische Union zukommen wird, bereits erahnen: "Obwohl die Stilllegung von sogenannten Schrottreaktoren eine Grundbedingung zum EU-Beitritt war, wollen sich Staaten wie Litauen die teure Abwrackung von der EU, also auch von AKW-freien Ländern wie Österreich, bezahlen lassen. Statt den vereinbarten 1,4 Milliarden Euro für den Rückbau von Ignalina will Litauen jetzt schon fast 3 Milliarden. Die Abschaltung und die damit verbundene Abwrackung aller zum Abschalten vorgesehenen Atomkraftwerke droht zum unkontrollierten EU-Milliardengrab zu werden", so Neubauer.

"Aus diesem Grund habe ich in der Sitzung des Nationalrates vom 16.10.2012 den Antrag eingebracht, dass sich die Bundesregierung bei der EU-Kommission dafür einsetzen möge, dass die notwendigen Stilllegungen von europäischen Atomkraftwerken nur durch die jeweiligen Betreiber-Staaten und die Eigentümer finanziert werden", so Neubauer abschließend.

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