VP-Juraczka an Häupl: "Vienne c'est moi?"

Wien (OTS) - "Offenbar befindet sich Bürgermeister Häupl nach 18-jähriger Amtszeit bereits in Sphären, die Normalsterblichen für immer verborgen bleiben werden. Anders sind die Aussagen von ihm kaum zu deuten", so ÖVP Wien Landesparteiobmann StR Manfred Juraczka zum heute erschienen Falter Interview.

So findet es Häupl selbstverständlich, dass ihm zu Ehren ein großes Geburtstagsfest mit 3.000 Gästen ausgerichtet wird. Das sei ihm unbenommen. Er findet aber nicht einmal etwas dabei, dass die große Sause von einem Unternehmen bezahlt wird, das zehn Prozent seines Umsatzes mit öffentlichen Aufträgen der Stadt Wien bestreitet. Da wird es schon ziemlich heikel.

Plötzlich gehört das Unternehmen laut Häupl O-Ton direkt der SPÖ Wien und nicht mehr einer immer umstrittenen, seltsamen Firmenkonstruktion. Darüber hinaus reitet Bürgermeister Häupl aus, um das wenig glamouröse Wahlergebnis seines Chefs Faymann zu verteidigen. Auch das sei ihm unbenommen.

Wenn er dabei die Meinung vertritt, Faymann hätte bereits vor Volksvertretern Rechenschaft abgelegt, überrascht die Aussage wohl aber auch noch so Gutmeinende nachhaltig.

Wenn Häupl schließlich arrivierten Journalisten ausrichtet, sie würden sich massiv überschätzen, kann sich der Leser ein Kopfschütteln ob Häupls abhanden gekommenen Realitätssinns nicht verkneifen.

"Wenn der Herr Bürgermeister erzählt, dass er gerne in die Wirtshäuser Wiens geht, sei ihm natürlich auch das unbenommen. Erfreulich wäre aber, würde er sich dort tatsächlich die Sorgen der Bevölkerung anhören. Denn spätestens dann wüsste er, dass in der Wiener Verkehrspolitik (sein) Hut lichterloh brennt", so Juraczka abschließend.

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