FPÖ-Mölzer: Eurobonds würden EU-Nettozahler finanziell ausbluten lassen

Kommender EU-Gipfel darf nicht Vergemeinschaftung der Schulden beschließen - Kanzler Faymann ist sozialistische Solidarität offenbar wichtiger als Österreichs Interessen

Wien (OTS) - Der Streit zwischen Deutschland und Frankreich über die Einführung sogenannter Eurobonds dürfe am bevorstehenden EU-Gipfel nicht mit einem faulen Kompromiss gelöst werden, erklärte heute der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer. "Eurobonds, also EU-Anleihen, bedeuten letztendlich nichts anderes als die Vergemeinschaftung der Schulden in der Euro-Zone und sind deshalb entschieden abzulehnen", betonte Mölzer.

Auch im Interesse Österreichs sei zu hoffen, so der freiheitliche Europaabgeordnete, dass sich die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem EU-Gipfel durchsetzen werde. "Nach dem Inkrafttreten des ESM wären Eurobonds ein weiterer Schritt, um die wirtschaftlich erfolgreichen Mitglieder der Euro-Zone und damit auch Österreich finanziell ausbluten zu lassen. Anstatt ständig nach neuen Wegen zu suchen, wie die EU-Nettozahler noch stärker zur Kasse gebeten werden können, sollte endlich die Möglichkeit des Ausscheidens von Pleitestaaten aus der Währungsunion geschaffen werden", forderte Mölzer.

Scharfe Kritik übte der freiheitliche EU-Mandatar diesbezüglich an Bundeskanzler Werner Faymann, der Ende Mai erklärt hatte, Frankreichs Präsident Francois Hollande bei der Einführung von Eurobonds unterstützen zu wollen. "Offenbar ist es Faymann die Solidarität unter Europas Sozialisten wichtiger als die berechtigten Interessen unserer Heimat Österreich zu vertreten", schloss Mölzer.

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