AVISO - Wiener Equal Pay Day Lohndiskriminierung - Mythos oder Realität?

Wien (OTS) - Eine Informations- und Diskussionsveranstaltung des Vereins Österreichischer Juristinnen, in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Frauenring und mit freundlicher Unterstützung der ÖGB Frauen zum Thema: "Zahlen und Fakten zu Equal Pay"

Am 19.10.2012 haben Männer in Wien bereits das Einkommen erreicht, für das Frauen noch bis Jahresende arbeiten müssen. Anlässlich des Wiener Equal Pay Days, der jährlich auf den Misstand der ungleichen Entlohnung von Männern und Frauen hinweist, lädt der Verein Österreichischer Juristinnen gemeinsam mit dem Österreichischen Frauenring am Abend des 18.10.2012 zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung in die Räumlichkeiten des ÖGB. Die Expertinnen Sybille Pirklbauer von der infem Forschungswerkstatt und Sandra Konstatzky vom Verein Österreichischer Juristinnen werden Daten und Fakten zum Thema Equal Pay präsentieren und mit den TeilnehmerInnen diskutieren.

Immer wieder wird von der Wirtschaft, aber auch von JournalistInnen und PublizistInnen behauptet, dass die Einkommensschere zwischen Frauen und Männern ein Mythos sei und Lohndiskriminierung nicht real. Tatsache ist aber: Daten der Statistik Austria zeigen, dass Frauen österreichweit bei ganzjähriger Vollbeschäftigung um durchschnittlich 23,7 Prozent weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen. In Wien liegt dieser "gender pay gap" bei 20 Prozent. "Wenn Frauen um ein Fünftel weniger verdienen, dann ist die Lohnschere kein Mythos sondern ein dringend zu beseitigender Skandal", sagt Ingrid Moritz, stellvertretende Vorsitzende des Österreichischen Frauenrings.

Neben ungleicher Bezahlung stellen auch strukturelle Diskriminierungen ein wesentliches Problem für Frauen in der Arbeitswelt dar. So haben beispielsweise nur 15 Prozent aller Kinderbetreuungsplätze Öffnungszeiten, die mit einer Vollzeitbeschäftigung vereinbar sind. Vor allem Frauen sind daher nicht oder nur in Teilzeit berufstätig. "Die Teilzeitarbeit wird aber spätestens in der Pension zur Falle", gibt Moritz zu bedenken.

Bei der Veranstaltung "Zahlen und Fakten zu Equal Pay" werden Fälle finanzieller und struktureller Diskriminierung aufgezeigt. Es wird diskutiert, in welchem Rahmen Maßnahmen zur Beseitigung der Diskriminierung möglich sind und welche Auswirkungen neue Regelungen, wie etwa innerbetriebliche Einkommensberichte, auf Lohngleichheit haben können.

Bitte merken Sie sich daher vor:

Zahlen und Fakten zu Equal Pay

Veranstaltung des Vereins Österreichischer Juristinnen, in
Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Frauenring und mit
freundlicher Unterstützung der ÖGB Frauen.

Eröffnung durch: Mag.a Ingrid Moritz, stv. Vorsitzende des
Österreichischen Frauenrings

Vortragende: Mag.a Sybille Pirklbauer, infem Forschungswerkstatt
und
Mag.a Sandra Konstatzky, Verein Österreichischer Juristinnen

Datum: 18.10.2012, um 18:00 Uhr

Ort:
ÖGB
Johann-Böhm-Platz 1, 1020 Wien

Rückfragen & Kontakt:

Österreichischer Frauenring
office@frauenring.at
www.frauenring.at

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