Bundeskanzler Faymann: "Wir können in Europa gemeinsam mehr erreichen"

Der Kanzler beim Sozialpartnerdialog über die "Zukunft Europa" in Bad Ischl

Bad Ischl (OTS) - "Wir wissen, ohne Wachstum verdoppelt sich die Arbeitslosigkeit, daher brauchen wir Investitionen, dazu gibt es keine Alternative. Die Investitionen in Bildung und Ausbildung werden eine entscheidende Schlüsselfrage für unsere Zukunft in Europa spielen", sagte Bundeskanzler Werner Faymann heute, Montag, beim Sozialpartnergipfel in Bad Ischl. "Wenn wir weiterhin zu den Besten gehören wollen, müssen wir auch von den Besten lernen. Doch nicht nur die Ausbildungsgarantie und das duale Ausbildungssystem, um das uns viele beneiden, soll in den Blickpunkt rücken, Bildung muss in der Entwicklung Europas eine zentrale Rolle spielen."

"Je früher die Kinder gefördert werden, je früher sie das nötige Selbstbewusstsein aufbauen, desto besser. Dafür brauchen wir die notwendigen Kinderbetreuungs-Einrichtungen als wichtige erste Bildungseinheiten, genügend Ganztagsschulen, und ein gut funktionierendes Hochschulsystem."

"Wir können in Europa gemeinsam mehr erreichen als gegeneinander", so der Kanzler weiter. "Unsere hohen Beschäftigtenzahlen verdanken wir schließlich zu einem überwiegenden Teil dem Export in EU-Staaten, in das übrige Europa und auch unseren niedrigen Anleihezinsen." Nun müsse auch den schwächeren Ländern geholfen werden.

Das für Europa erforderliche Programm sei kompakt und komplex, es muss auf Konsolidierung und Investitionen basieren. "Man muss sparen, wo man kann, um Spielräume zu gewinnen, zudem zusätzliche Einnahmen, zum Beispiel aus der Finanztransaktionssteuer und aufgrund der Bekämpfung des Steuerbetrugs, lukrieren, um investieren zu können. Wir sind in einer entscheidenden Phase in Europa, wir müssen nun wie ordentliche Bergkameraden gemeinsam vorwärts streben und nicht das Seil kappen", so Faymann. "Dort, wo Regierung und Sozialpartner so gut zusammenarbeiten wie in Österreich, erspart man sich viele leidvolle Auseinandersetzungen. Auch davon kann Europa lernen."

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