Spindelegger verurteilt Ermordung von Moscheebesuchern in Nigeria

Friedenspolitische Bedeutung des Dialogs zwischen den Religionen

Wien (OTS) - Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger zeigte sich heute bestürzt angesichts der Ermordung von 20 Menschen in Nordnigeria vom Wochenende. Die meisten Opfer waren Gläubige, die auf dem Heimweg von einem Gebet in der lokalen Moschee waren. Spindelegger verurteilte die Bluttat und verlieh seinem Mitgefühl für die Familien der Getöteten Ausdruck. Er betonte, dass die Täter ausgeforscht und vor Gericht gestellt werden müssten.

"Religionsfreiheit bedeutet, dass Menschen ihren Glauben frei von Angst ausüben können. Alle Menschen in Nigeria sind aufgerufen, die unterschiedlichen Religionen und Glaubensrichtungen zu respektieren. Ohne religiöse Toleranz und Respekt des jeweils anderen kann kein sozialer Friede erreicht werden", so Spindelegger.

Nigeria ist immer wieder Schauplatz von Gewalt gegen Menschen, die Kirchen oder Moscheen besuchen. So war es etwa zu Weihnachten des Vorjahres in der Nähe der nigerianischen Hauptstadt Abuja zu einem tödlichen Angriff auf Kirchenbesucher gekommen, bei dem über dreißig Menschen getötet wurden.

Der Außenminister hatte im Sommer dieses Jahres im Zuge seiner Reise nach Nigeria auch den vorwiegend moslemischen Norden des Landes besucht. Er erinnerte daran, dass er in seinen Gesprächen mit christlichen und moslemischen Religionsführern ein hohes Maß an Dialogbereitschaft und Friedenswillen festgestellt habe. "Die immer wieder aufflammende Gewalt gegen Menschen, die ihre Religion ausüben, ist Programm einer kleinen extremistischen Minderheit. Die überwiegende Mehrheit der Menschen in Nigeria, Christen wie Moslems, will in Frieden mit der jeweils anderen Religionsgemeinschaft leben", betonte Spindelegger.

Spindelegger unterstrich zudem die Bedeutung des Dialogs zwischen Vertretern von Religionsgemeinschaften für ein friedliches Zusammenleben und erinnerte an die bevorstehende Eröffnung eines Zentrums für Dialog zwischen den Religionen in Wien am 26. November.

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