Glaser: Privatwirtschaft muss größere Rolle in Entwicklungszusammenarbeit spielen

Wirtschaftsreformen in Entwicklungsländern brauchen angepasstes Tempo

Wien (OTS/ÖVP-PK) - "Wirtschaftliche Investitionen in Entwicklungsländern sind dann erfolgversprechend, wenn sie dem jeweiligen Wirtschaftsniveau angepasst sind und die Eigenständigkeit des jeweiligen Landes stärken. Es ist erfreulich, dass die Rolle privatwirtschaftlichen Engagements in der Entwicklungszusammenarbeit (EZA) mit der Konferenz in Busan im Vorjahr gestärkt wurde und auch in Österreich zu einem deutlichen Bewusstseinswandel geführt hat." Das stellte Abg. Franz Glaser, ÖVP-Sprecher für Entwicklungszusammenarbeit, heute, Montag, nach einer Diskussionsveranstaltung im Parlament fest.

"Vor allem in den am schwächsten entwickelten Staaten gehen die wirtschaftlichen Strukturen oft über eine reine Subsistenzwirtschaft nicht hinaus. Produktivitätssteigerungen bleiben oft über lange Zeit aus. Daher sollten wirtschaftliche Reformen oder ausländische Investitionen auch nicht schlagartig in Gang gesetzt werden, sonst ist der gesellschaftliche und wirtschaftliche Schaden insgesamt höher als der Nutzen. Gerade in Entwicklungsländern ist ein ausgewogener Mix von wirtschaftlicher Deregulierung und Re-Regulierung notwendig", so Glasers Fazit nach der Expertendiskussion.

"Vor allem für ausländische Investitionen gilt, dass sie in ein System von Rechtsstaatlichkeit, guter Regierungsführung und Normen wie Arbeits- und Umweltstandards eingebettet sein müssen", hielt Glaser fest. Österreich habe sich hier einen guten Ruf erarbeitet, der sowohl auf die hohe Qualität seiner Entwicklungszusammenarbeit als auch auf die mittlerweile über 70 Wirtschaftspartnerschaften zurückzuführen sei, die von der Austrian Development Agency unterstützt werden.
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel.: 01/40110/4436
http://www.oevpklub.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPK0003