FPÖ: Strache: Euro-Politik raubt Österreichern ihre Ersparnisse

Enteignung der Sparer durch Inflation ist versteckte Vermögenssteuer

Wien (OTS) - Die sogenannte Euro-Rettungspolitik der Bundesregierung raube den Österreicherinnen und Österreicher ihre Ersparnisse, kritisierte FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache im weiteren Verlauf seiner heutigen Pressekonferenz. Die derzeitige Politik der rot-schwarzen Regierung, EZB wie der EU führe auch bei den heutigen veröffentlichten, relativ niedrigen Inflationsraten von 2-3 Prozent zu einer schleichenden Enteignung aller Sparer, weil die EZB und die einzelnen Nationalbanken die Zinsen durch ihre "Geldschöpfung" künstlich bei unter 1 Prozent halten.

Bei der derzeitigen Inflationsrate von angeblich 2,3 Prozent und einer KEST von 25 Prozent würden in einem Jahr aus 10.000 Euro real nur noch 9.830 Euro, also fast 2 Prozent weniger. "Diese Berechnung beruht auf der sehr optimistischen offiziellen Inflationsrate, die reale Inflationsrate dürfte derzeit mindestens doppelt so hoch sein", erläuterte Strache. Damit liege der reale Wertverlust der Sparguthaben bei mindestens 4 Prozent. In Österreich gibt es derzeit ca. 143 Milliarden Euro an Spareinlagen privater Haushalte bei österreichischen Banken, die damit im Laufe des Jahres 2012 ca. 5,7 Milliarden Euro an Wert verloren haben werden.

Diese Politik der langsamen Enteignung der Sparer sei kein "Unfall", sondern solle noch über viele Jahre beibehalten werden, um die Staatsschulden "wegzuinflationieren und damit den Euro zu retten". Der prominente Manager Klaus Woltron erwarte für die nächsten 10 Jahre einen Wertverlust der Sparguthaben von 40-50 Prozent und halte dies für richtig, die Chefs der Deutschen Bank Jürgen Fitschen und Anjou Jain hätten öffentlich erklärt, "die Inflation ist der Preis, den Europa zahlen muss". Wenn es keine energische Gegenwehr gebe, werde die Inflation, verursacht durch künstlich niedrig gehaltene Zinsen weiterstiegen und man müsse mit jährlichen Wertverlusten von 5 Prozent und mehr rechnen, womit die Sparguthaben in zehn Jahren wirklich die Hälfte ihres Wertes verloren hätten, warnte Strache.

Die Politik der Enteignung der Sparer durch Inflation bei künstlich niedrig gehaltenen Zinsniveau sei nichts anderes als eine versteckte Vermögenssteuer auf das Geldvermögen der Österreicher und eine perfide Umverteilung von unten nach oben. "Sie ist auch die ungerechteste Form einer Vermögenssteuer, die man sich ausdenken kann, weil sie für niedrige Vermögen, also den kleinen Sparer, prozentuell viel höher ist als für Eigentümer großer Vermögen, die ihr Geld zu günstigeren Bedingungen anlegen können bzw. bereits ihr Geld abgezogen haben", so Strache. "Und man stelle sich nun vor, dass neben dieser perfiden Enteignung die SPÖ jetzt auch noch weiter Anschläge auf das Vermögen plant, und zwar nicht etwa auf die wirklich reichen wie Christian Konrad oder Andreas Treichl, sondern sie möchte auf das hart erarbeitete Vermögen der Bürger mittels einer Vermögensteuer zugreifen, um den europäischen Wahnsinn zu finanzieren. Die Pläne der SPÖ richten sich nicht gegen die Reichen bzw. Superreichen, denn die werden bzw. habe es sich bereits gerichtet, sie veranlagen ihr Vermögen in anderen Währungen usw."

Die Krise seit 2008 stelle auch eindrucksvoll unter Beweis, dass im Inland gehaltene Wertschöpfung das Um und Auf zum Erhalt oder gar Ausbau des Lebensstandards sei, führte Strache weiter aus. Vor allem der produktive sekundäre Sektor - d.h. Gewerbe und Industrie -erwiese sich als höchst notwendig für einen effizienten Mix in der ökonomischen Positionierung. Wo Produktionspotenzial verloren gegangen sei, werde man in Hinkunft verstärkt daran gehen, dieses in irgendeiner Form zurück zu gewinnen, das Land gewissermaßen zu reindustrialisieren. Zu diesem Zweck müssten aber möglichst optimale und nicht selten äußerst kostspielige Rahmenbedingungen geschaffen werden, was im diametralen Widerspruch dazu stehe, dass Unsummen für ineffiziente südeuropäische Staaten hinausgeworfen würden und sich darüber hinaus weitere dunkle Wolken über unserer internationalen Wettbewerbsfähigkeit zusammen brauen wie etwa die drohende höhere Inflation. "Aus diesem Grund haben wir auch regelmäßig darauf hingewiesen, dass all die europäischen Rettungsmaßnahmen in letzter Konsequenz vor allem eine Klasse von Siegern hervorbringen werden:
die außereuropäischen Konkurrenten - von Südkorea über China bis Brasilien. Und das sollte wohl weder im Sinne der Süd- noch der Nordeuropäer sein", meinte der FPÖ-Obmann. Ob diese Reindustrialisierung gelinge, sei alles andere als fix, und Zeitverlust mit Sicherheit keine gute Strategie. Auch in dieser Hinsicht trage jedoch unsere angeblich problemlösende Koalition einiges an Verantwortung.

"Die Koalition aus SPÖ und ÖVP, die das Land seit 2008 verwaltet und dieser Tage ihr hoffentlich letztes Budget vorlegen wird, brachte vor allem Stillstand zustande. Und da Stillstand in einer dynamischen Umgebung Rückschritt bedeutet, hat diese Bundesregierung schlicht und einfach versagt", fasste Strache seine Kritik zusammen.

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