Öllinger: Phantasiepensionen bei Sozialversicherungen, Nationalbank und Alt-Politikerpensionen sind Frotzelei der BürgerInnen

Grüne fordern höheren Pensionssicherungsbeitrag in Sonderpensionssystemen

Wien (OTS) - "Die ASVG-Versicherten müssen sich durchwegs gefrotzelt fühlen, wenn sie lesen, dass drei Viertel aller Pensionen in den Sozialversicherungsträgern über 80 Prozent des Letztbezugs liegen", meint Karl Öllinger, Sozialsprecher der Grünen und ergänzt: "Es ist zum Haare raufen, dass diese Pensionen sogar noch weit über jenen der BeamtInnen liegen und die Sozialversicherungsträger für die Dienstgeberpensionen fast genauso viel aufwenden wie für die gesetzlichen Alterspensionen".

"Die Sonderpensionssysteme müssen endlich wieder auf den Boden der Realität gebracht werden", sagt Öllinger angesichts des Rechnungshofberichtes zu den Dienstgeberpensionen in den Sozialversicherungen. Die Grünen unterstützen den Vorschlag des Rechnungshofes, in diesen Systemen höhere Pensionssicherungsbeiträge einzuheben.

Die Kritik des Rechnungshofes betrifft das Pensionssystem der Sozialversicherungsträger, gilt aber für alle Sonderpensionssysteme wie etwa die Politikerpension alt oder für das Pensionsrecht der Nationalbank. "Wer da nichts tut, wird unglaubwürdig. Tagtäglich wird den jungen Menschen Angst gemacht mit Horrormeldungen über ihre zukünftige Pension, und gleichzeitig werden in Sondersystemen unfassbare Phantasiepensionen bezahlt", kritisiert Öllinger. Die Grünen haben den Vorschlag des Rechnungshofes übrigens bereits im Februar 2012 als Antrag im Nationalrat eingebracht.

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