Junge Industrie fordert Systemwechsel im Pensionssystem

JI-Vorsitzende Niss: Reformmodell der JI fairer, transparenter und nachhaltiger - Reformen im bestehenden Modell kommen teilweise zu spät - Mehr Mittel für Zukunftsinvestitionen

Wien (OTS) - "Es mag richtig sein, dass es in den letzten Jahren durchaus löbliche Ansätze zu Pensionsreformen gegeben hat. Allerdings kommen viele Maßnahmen einfach spät bis zu spät", so die Bundesvorsitzende der Jungen Industrie (JI), Dr. Therese Niss heute, Montag. Zum heute von den Seniorenvertretern strikt abgelehnten Expertenvorschlag hielt Niss fest: "Es kommt immer auf die Ausgestaltung solcher Modelle an, wir alle sollten uns aber der prinzipiellen Diskussion darüber nicht verweigern." Das eigene JI-Reformmodell (alle Informationen unter Downloads auf www.jungeindustrie.at) sehe etwa durchaus auch eine Regelung für die Ausgleichszulage vor, Warnungen vor Altersarmut oder Ähnlichem seien hier also unangebracht. Auch sei klar, so Niss, "dass ein Systemwechsel hin zu einem beitragsorientierten Modell nicht ohne Übergangsfristen und Einschleifregelungen funktionieren kann. Wir sind aber überzeugt, dass unser Reformmodell unter dem Strich fairer, transparenter und nachhaltiger wäre." Auch wenn es etwaig unmöglich, und sozialpolitisch nicht verträglich wäre, die Zuschüsse von Steuergeldern völlig auf null zu fahren, "eine Reduktion des Bundeszuschusses ist notwendig, und dafür sollte an allen möglichen Schrauben gedreht werden. Auch eine Systemumstellung muss zumindest diskutiert werden dürfen."

Allen Rechnereien zum Trotz sei nämlich eines unumstritten: "Unser aktuelles Pensionssystem und ein Laissez-faire-Mindset tragen wesentlich zum stetig steigenden Schuldenberg bei. Diese Schulden müssen irgendwann wir Jüngere zurückzahlen - das ist der wahre Betrug an der Jugend!" Dass nunmehr sogar ein grundlegender Systemwechsel im Pensionssystem überhaupt diskutiert werden müsse, sei im Grunde einzig der Politik selbst zuzuschreiben: "Andere Länder haben im Pensionsbereich einfach früher effektivere Maßnahmen gesetzt, und etwa Frühpensionierungsmöglichkeiten abgeschafft oder reduziert. Wir haben derweil fröhlich die 'Hacklerregelung' verlängert und mit Reformen bei der Invaliditätspension bestenfalls einmal begonnen." Es sei bei dieser Diskussion vor allem aber auch wichtig, den Blick auf das Gesamte zu bewahren: "Auch uns geht es keineswegs darum, einfach nur Pensionshöhen oder ähnliches um des reinen Sparens willen zu reduzieren. Fakt ist aber, dass wir dringend mehr in Bildung, Forschung und Innovation investieren müssen - vom Kindergarten bis zur Hochschule." Gerade im Pensionsbereich seien Einsparungspotenziale vorhanden, so Niss: "Daran ändern auch die rechnerischen Klarstellungen der Seniorenvertreter nichts."

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