Heinisch-Hosek: Umbau unseres Steuersystems ist überfällig

AK-Studie zeigt, dass Frauen in vielen Bereichen benachteiligt werden

Wien (OTS) - "Die heute veröffentlichte Studie von AK und Wifo zeigt, dass unser Steuersystem alles andere als gendergerecht ist. Ich unterstütze die Forderungen von Präsident Tumpel voll und ganz, wir brauchen einen Umbau dieses Systems, und zwar im Sinne der Frauen", so Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek. Aus Sicht des Gender Budgeting, das in Österreich in der Verfassung verankert ist, braucht es zahlreiche Maßnahmen, die zu einer besseren Treffsicherheit und fairen Verteilung von Geld- und Sachleistungen führen.

"Von den zahlreichen Frei- und Absetzbeträgen profitieren in erster Linie die Besserverdiener. Und aus unserem Frauenbarometer wissen wir, dass zu zwei Dritteln Männer diese Beträge nutzen", so Heinisch-Hosek. "Daher braucht es ein System, das einfacher, fairer und treffsicher ist. Erhöhen wir die monatliche Familienbeihilfe, streichen wir die Steuerzuckerl für Besserverdiener, und bauen wir die Kinderbetreuung aus. Davon hätte jede Familie in Österreich etwas", unterstreicht die Frauenministerin.

Außerdem sei die Forderung der AK an das Finanzministerium, einen jährlichen Bericht zur Gleichstellungswirkung von Steuern zu verfassen, ein guter weiterer Schritt. "Wenn wir den Verfassungsrang von Gender Budgeting nicht nur am Papier wollen, dann müssen wir unsere Fortschritte und Entwicklung auch evaluieren. Ein jährlicher Bericht der Finanzministerin ist deshalb sehr zu begrüßen", so Heinisch-Hosek abschließend.

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