Drei Jugendliche bei Verkehrsunfall getötet

Durch L-17 und Mehrphase Unfälle reduziert, dennoch hohes Unfallrisiko

Wien (OTS) - Am Samstagabend überholt ein L-17 Führerscheinbesitzer mit zu hoher Geschwindigkeit und verliert die Kontrolle über seinen Wagen. Er prallt mit dem Auto gegen ein landwirtschaftliches Gerät und einen Geländewagen. Drei junge Frauen kamen dabei ums Leben. Die Einführung der zweiten Ausbildungsphase (Mehrphase) und L-17 haben die Unfallzahlen junger Lenker zwar deutlich reduziert, dennoch haben junge Fahrer ein vergleichsweise hohes Unfallrisiko und verursachen überproportional viele Unfälle.

Am Samstagabend verursachte ein L-17 Lenker einen folgenschweren Unfall, bei dem drei junge Frauen im Alter von 15, 19 und 20 Jahren tödlich verunglückten. Studien zeigen, dass junge Lenker immer noch für überproportional viele Unfälle verantwortlich sind. Dr. Othmar Thann, Direktor des KFV erklärt: "Zwischen der Selbsteinschätzung junger Autofahrer und ihrem tatsächlichen Können klafft häufig eine große Lücke. Oft glauben Anfänger, schon nach wenigen Wochen Fahrpraxis so sicher zu sein, dass sie die Gefahren zu hoher Geschwindigkeit zu niedrig und ihr eigenes Können zu hoch bewerten. Dazu kommt das mangelnde Gefühl für fahrphysikalische Gefahren wie Straßenverhältnisse und Witterung. Auf diese Weise sind auch die charakteristischen Unfallarten junger Fahranfänger zu erklären:
Alleinunfälle wie Abkommen von der Fahrbahn, Schleudern und Zusammenstöße in Kurven wegen unangepasster Geschwindigkeit sind bei jungen Lenkern besonders häufig zu beobachten."

Durch Mehrphase und L-17 Unfallzahlen reduziert

Tatsächlich passieren derart folgenschwere Unfälle nur selten. Seit der Einführung des L-17 und der Mehrphasenausbildung sind die Unfallzahlen bei jungen Lenkern deutlich zurückgegangen. L-17 Fahrer verursachen sogar um 15 Prozent weniger Unfälle als Lenker, die den Führerschein erst mit 18 Jahren machen. "Die bisher gesetzten Maßnahmen zeigen Wirkung. Dennoch wäre es sinnvoll, die Ausbildung zu modernisieren. Wir wissen, dass junge Fahrer schneller bereit sind, ein Risiko einzugehen und Gefahren häufig nicht richtig einschätzen können. Aus diesem Grund ist es bei dieser Gruppe besonders wichtig, ihre Risikokompetenz ausreichend zu schulen und sie in der Gefahrenwahrnehmung fit zu machen.

Deshalb sollte man andenken, dass junge Lenker nach Erhalt des Führerscheins länger begleitet werden, um die Sicherheit dieser Gruppe zu erhöhen", schließt Thann.

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