• 15.10.2012, 11:08:27
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JUGENDVERTRETUNG zu Sozialpartner-Dialog: Zukunft Europas durch Ausbildungs- und Jobchancen für Jugendliche sichern!

BJV fordert in neuem Positionspapier die Einrichtung eines Jugendbeschäftigungsfonds und den Ausbau von Beratungsangeboten für Jugendliche!

Utl.: BJV fordert in neuem Positionspapier die Einrichtung eines
Jugendbeschäftigungsfonds und den Ausbau von
Beratungsangeboten für Jugendliche!=

Wien (OTS) - In ihrem neuen Forderungspapier zum Thema Jugend und
Arbeitsmarkt zeigt die Bundesjugendvertretung (BJV) auf, dass
Jugendarbeitslosigkeit aktuell zu den größten internationalen
Herausforderungen zählt. "Mehr als fünf Millionen junge Menschen sind
EU-weit von Arbeitslosigkeit betroffen. Hier werden Jugendlichen
schon von Beginn an Perspektiven genommen und es bleibt viel
Potenzial auf der Strecke", betont BJV-Vorsitzender Wolfgang Moitzi.
Die Probleme fangen oft schon bei der Ausbildung an, so der
Vorsitzende: "Österreich geht zwar mit der Lehrausbildung einen guten
Weg, jedoch bilden immer weniger Betriebe Lehrlinge aus. Damit
möglichst alle Betriebe in die Verantwortung gezogen werden, fordern
wir die Einrichtung eines Jugendbeschäftigungsfonds zur Förderung der
Lehrausbildung. Außerdem soll das Kriterium der Lehrausbildung bei
der Vergabe von öffentlichen Aufträgen stärker berücksichtigt
werden."

Qualitative Jobs und Erhöhung der Lohnkurve gefordert!

Haben Jugendliche erst mal einen Job gefunden, müssen sie oft unter
sehr schlechten Bedingungen arbeiten, erklärt Moitzi: "Die
Arbeitslosenstatistik allein sagt noch zu wenig aus. Hier gibt es
auch viele Dunkelziffern, beispielsweise von Jugendlichen, die sich
von Praktikum zu Praktikum hanteln oder generell aus dem
Ausbildungssystem verschwunden sind. Auch die Qualität und Bezahlung
von Jobs für junge Menschen ist in den letzten Jahren massiv
gesunken. Daher muss dringend an einer Abflachung der Lohnkurve und
höheren Einstiegsgehältern gearbeitet werden. Dies würde sich auch
positiv auf das Pensionssystem auswirken."

Altersgrenze erhöhen!

Ebenso muss die Altersgrenze bei jugendspezifischen Maßnahmen neu
überdacht werden, betont der Vorsitzende: "Generell haben wir das
Problem, dass Jugendliche ab 18 Jahren aus vielen jugendspezifischen
Arbeitsmarktmaßnahmen rausfallen, aber gerade hier oft in einer
Umbruchs- und Orientierungsphase stehen und mit vielen Problemen zu
kämpfen haben. Deshalb fordern wir eine Erhöhung der Altersgrenzen
bei entsprechenden Maßnahmen von 18 auf 24 Jahre, was auch der
Altersgrenze der Jugendarbeitslosigkeitsstatistik entspricht."

Prävention und internationale Kooperation!

Generell können viele Probleme am Arbeitsmarkt bereits vorher
abgefangen werden: "Investitionen in bildungspolitische Maßnahmen,
wie den Ausbau von Berufsberatung und -orientierung als eigenes
Unterrichtsfach ohne Benotung, zahlen sich langfristig aus. Dabei
muss auch die Arbeit von Kinder- und Jugendorganisationen, die hier
einen wertvollen Beitrag für junge Menschen leisten, stärker
anerkannt werden", fordert Moitzi.

Insgesamt seien vor allem eine verstärkte europäische Zusammenarbeit
und gemeinsame Strategien gefordert, um den Flächenbrand
Jugendarbeitslosigkeit einzudämmen. Als Sozialpartnerin in
Jugendfragen stelle die BJV ihre Expertise sowohl auf nationaler und
internationaler Ebene zur Verfügung, so der Vorsitzende abschließend.

Link: http://www.jugendvertretung.at/infomaterial/positionspapiere/

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | BJV

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