FPÖ-Mölzer: Die EU darf sich nicht in den Syrien-Konflikt hineinziehen lassen

Syrische Bürgerkriegs-Flüchtlinge sind in den Nachbarländern zu betreuen - EU muss Strategie für Post-Assad-Syrien mit Schwerpunkt auf Lage der Christen entwickeln

Wien (OTS) - Die Europäische Union dürfe sich nicht in den Syrien-Konflikt hineinziehen lassen, sagte der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer, zum heutigen Treffen der EU-Außenminister. "Diese Gefahr besteht vor allem deshalb, weil der EU-Beitrittskandidat Türkei schon längst zu einer Partei des syrischen Bürgerkrieges geworden ist. Brüssel darf nicht zum Erfüllungsgehilfen türkischer Interessen im Nahen Osten werden", warnte Mölzer.

Abzulehnen sei auch, so der freiheitliche Europaabgeordnete, die Forderung des türkischen EU-Ministers Egemen Bagis, wonach Europa syrische Bürgerkriegsflüchtlinge aufnehmen soll. "Wichtiger wäre es, wenn Brüssel die Nachbarländer Syriens bei der Betreuung der Flüchtlinge finanziell unterstützt. Denn dadurch kann gewährleistet werden, dass die syrischen Flüchtlinge nach dem Ende des Bürgerkrieges in ihre Heimat zurückkehren und mit dem Wiederaufbau des Landes beginnen", erklärte Mölzer.

Außerdem forderte der freiheitliche EU-Mandatar Brüssel auf, eine Strategie für ein Post-Assad-Syrien zu entwickeln. "Dass in Syrien nach dem Sturz Assads eine Demokratie nach westlichem Vorbild entsteht, ist illusorisch. Vielmehr ist davon auszugehen, dass es zu lang anhaltenden ethnischen und religiösen Spannungen kommt, wovon insbesondere die Christen betroffen sein werden. Europa darf die syrischen Christen nicht im Stich lassen, sondern ihre Lage muss Brüssel ein besonderes Anliegen sein", schloss Mölzer.

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