SOS Mitmensch: Innenministerium und Bundesländer fördern Schulschwänzen

Schulbesuche junger Asylsuchende dürfen nicht länger torpediert werden

Wien (OTS) - Die Menschenrechtsorganisation SOS Mitmensch übt scharfe Kritik an der von Innenministerium und Bundesländern geförderten Nichtteilnahme junger Asylsuchender am Schulunterricht. "Das darf doch nicht wahr sein, da wird den ganzen Sommer Länge mal Breite über Maßnahmen gegen Schulschwänzen diskutiert und jetzt stellt sich heraus, dass es das Innenministerium und die Bundesländer selbst sind, die Schulbesuche torpedieren. Das ist an Verantwortungslosigkeit nicht zu überbieten", ist SOS Mitmensch-Sprecher Alexander Pollak empört.

Für die mehr als 540 Kinder und Jugendlichen, die im Massenquartier Traiskirchen festsitzen, müsse es erstens eine Sofortlösung für deren Bildungsteilnahme und zweitens raschestmöglich geeignete Quartiere in den Bundesländern geben, so Pollak, der die Regierung und die Bundesländer dazu aufruft, das unerträgliche Kompetenz-Pingpong auf dem Rücken junger Menschen zu beenden.

"Es ist im Übrigen in höchstem Maße erstaunlich, dass jene PolitikerInnen, die noch vor kurzem Eltern für die Schulpflichtverletzungen ihrer Kinder hart bestrafen wollten, nun plötzlich schweigen, wenn der Staat als Schulpflichtverletzer auftritt. Dabei werden von den betroffenen Kindern und Jugendlichen viele in Österreich bleiben. Die Absenz junger Asylsuchender vom Schulunterricht fügt somit nicht nur ihnen Schaden zu, sondern verhindert auch gesellschaftliche Integration", so Pollak abschließend.

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Alexander Pollak
Mobil: 0664 512 09 25
apo@sosmitmensch.at
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