FH-Lehrgang für Wirtschaftskriminalisten

Wien (OTS) - Die Fachhochschule Wr. Neustadt startet erstmals am 18. Oktober 2012 den FH-Lehrgang "Wirtschaftskriminalität & Cybercrime". Etwa die Hälfte der 30 Teilnehmer sind Polizisten, großteils Ermittler aus Kriminalämtern; der Rest sind Ermittler aus dem Finanzministerium und Angestellte privater Unternehmen, vorwiegend aus "Compliancebereichen". Der FH-Lehrgang soll dazu befähigen, IT-und Wirtschaftsermittlungen zu führen und an Großverfahren an vorderster Front mitzuwirken. Die Absolventen sollen wissen, wie Unternehmen arbeiten, wie die Zusammenhänge in der Wirtschaft funktionieren und wie Finanzflüsse verlaufen.

"Mit diesem FH-Lehrgang verfolgen wir zwei Ziele", sagt Innenministerin Mag.a Johanna Mikl-Leitner. "Erstens wollen wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Ermittlungsbereich Wirtschaftskriminalität und Cybercrime auf hohem Niveau ausbilden. Zweitens wollen wir die Zusammenarbeit zwischen Polizei, Justiz, Finanz und den Unternehmen verstärken. Das geht am besten, wenn man sich persönlich kennt."

Die Geschäftsführerin der FH Wr. Neustadt, Mag.a Susanne Scharnhorst, sagt: "Dieser Lehrgang ist eine wichtige Erweiterung unseres Bildungsangebotes in der Fakultät Sicherheit. Hier verbinden sich Know-how aus den Themengebieten Sicherheit und Wirtschaft, einer der Kernkompetenzen an der FH Wr. Neustadt. Die jahrelange Kooperation zwischen dem Innenministerium und der FH Wr. Neustadt läuft höchst professionell und produktiv."

Deutliche Qualitätsaufwertung

In den eineinhalb Jahren wird den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Wissen in Recht, Wirtschaft, IT und Technik sowie operativem Handeln vermittelt. "Diese Fortbildung wird eine deutliche Qualitätsaufwertung in den Ermittlungsbereichen IT- und Wirtschaftskriminalität bringen", sagt Mag. Rudolf Unterköfler, Leiter der Abteilung 7 im Bundeskriminalamt zur Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität. "Die Ermittler können in diesem FH-Lehrgang ihr Wissen ausbauen, das sie durch Erfahrung gesammelt und in anderen Kursen und Lehrgängen erworben haben."

Entwickelt wurde der FH-Lehrgang auf Initiative der Sicherheitsakademie des Innenministeriums mit Bediensteten des Justiz- und Finanzministeriums sowie mit Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft. "Wir wollen mit dem FH-Lehrgang Praktikerinnen und Praktiker ansprechen", erläutert Karlheinz Dudek, M. A., Leiter des Zentrums für Fortbildung in der Sicherheitsakademie des Innenministeriums. Unter den Teilnehmern sind erfahrene Polizisten, die bereits "Großakten" geführt und in Sonderkommissionen mitgearbeitet haben.

130 Bewerber

Ausgeschrieben wurde der FH-Lehrgang im Sommer; aus dem Innenressort bewarben sich fast 70 Kriminalisten; ähnlich groß war das Interesse im Finanzministerium bei den dortigen Ermittlern. Inklusive Privater gab es 130 Bewerber. Der Unterricht wird teils in der Arbeitszeit, teils an Wochenenden abgehalten. "Daran lässt sich erkennen, wie engagiert unsere Beamtinnen und Beamten sind", sagt Karlheinz Dudek. Den Absolventen wird der akademische Grad "Master of Science in Business and Cyber Crime Control" verliehen

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