KURIER: Faymann will "Europa-Politik besser erklären"

Dem unpopulären Fiskalpakt gibt der Bundeskanzler die Hauptschuld am schlechten Abschneiden am Parteitag. Auch beim Berufsheer will Faymann "Diskussionen nachholen".

Wien (OTS) - Nach der herben Wahlschlappe am SPÖ-Parteitag für Werner Faymann betreibt man in der SPÖ Ursachenforschung. Im KURIER-Interview sieht der Kanzler vor allem den umstrittenen europäischen Fiskalpakt als Ursache für so manche Stimmen-Streichung:
"Daher müssen wir die Europa-Politik besser erklären." Zu hohe Verschuldung sei schlecht, an einer (Haushalts-)Konsolidierung führe "kein Weg vorbei."

Sparen alleine bringe aber kein Wirtschaftswachstum: "Wir müssen auch investieren. Endlich kommt die Finanztransaktionssteuer. Gleichzeitig brauchen wir auch Spielräume durch einen Schuldentilgungsfonds." Diese Diskussion werde weitergehen.

Beim Parteischwenk Richtung Profi-Heer hofft Faymann, auch Skeptiker in der Partei zu überzeugen: "Es gibt keinen Beschluss, dass alle für ein Berufsheer sein müssen." Generell wolle er aber "einiges an Diskussion nachholen". Faymann zum KURIER: "Wir müssen erklären, wie das neue Profiheer und das freiwillige Sozialjahr aussehen werden. Da werde ich Rede und Antwort stehen."

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