Fritz Strobl fordert Solidarität mit Selbstständigen

SWV-Wien: Stopp der Diskriminierung von Kleinstunternehmen

Wien (OTS) - SWV-Wien-Präsident Fritz Strobl freut sich über die Zustimmung zum SWV-Antrag am SPÖ-Bundesparteitag zum Kampf für die Rechte von Eine-Person-Unternehmen, Klein- und Kleinstbetrieben sowie Neuen Selbstständigen und fordert Solidarität für Selbstständige. "Der massive Trend zur Selbstständigkeit ist unbestritten und wird in Zukunft weiterhin zunehmen. Umso wichtiger ist es, jenen Menschen, die frei und initiativ in unserer Wirtschaftswelt wirken wollen, ein entsprechendes Maß an Sicherheit und Unterstützung einzuräumen", erklärt Fritz Strobl.

Die Sozialdemokratische Bewegung ist seit ihrem Entstehen die Partei der arbeitenden Menschen und kämpft seitdem für die Verbesserung ihrer sozialen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Stellung. Die Gesellschaft hat einen tiefgreifenden Wandel - von Produktionsarbeit hin zu einer Dienstleistungsgesellschaft -erfahren, der erhebliche Veränderungen zur Folge hat: Einerseits werden immer mehr Menschen in die Selbstständigkeit gedrängt, andererseits wächst die Gruppe jener Menschen, die frei und initiativ in unserer Wirtschaftswelt wirken möchten. Rund 450.000 Menschen arbeiten als Selbstständige, davon sind 240.000 (=54%) Eine-Person-Unternehmen in Österreich und 60.000 (=60%) Eine-Person-Unternehmen in Wien. "Schon lange stellen Eine-Person-Unternehmen keine Minderheit mehr dar. Umso essentieller ist es, diesen Personen eine starke Interessensvertretung zu sein und eine politische Heimat zu bieten", fordert Fritz Strobl. "Wir - der Sozialdemokratische Wirtschaftsverband Wien - sind die Stimme der Selbstständigen!"

Wahre Lebensrealität vieler Eine-Person-Unternehmen ist traurig

Die wahre Lebensrealität der Eine-Person-Unternehmen ist traurig:
Viele wurden in die Selbstständigkeit gedrängt. Fast die Hälfte der Selbstständigen erzielt einen Jahresumsatz von unter 30.000 Euro. Laut Armutskonferenz ist die Armutsgefährdungsquote bei Selbstständigen doppelt so hoch wie bei unselbstständig Beschäftigten. Selbstständige machen 19% aller "working poor" aus und viele leben am oder unter dem Existenzminimum. Darüber hinaus genießen sie keinerlei Sicherheit bei Krankheit oder im Fall eines Unfalls. "Ein Eine-Person-Unternehmen, das aufgrund längerer Krankheit nicht im Stande ist, Aufträge entgegen zu nehmen oder zu bearbeiten, steht ohne entsprechende Absicherung vor dem existentiellen Aus", betont Fritz Strobl, der seit Jahren unter anderem die Einführung des Krankengeldes für Selbstständige fordert.

SWV-Wien Strobl fordert soziale Absicherung für Selbstständige

Fritz Strobl: "Seit Jahren kämpfe ich für das Krankengeld für Selbstständige. Der von Gesundheitsminister Alois Stöger eingebrachte Gesetzesentwurf zum Krankengeld für Selbstständige ist ein historischer Vorstoß und ein Schritt in die richtige Richtung. Dennoch halte ich den Entwurf für absolut unzureichend. Die Zahlung des Krankengeldes ab dem 43. Tag der Arbeitsunfähigkeit ist fern jeder Realität. Vor allem Eine-Person-Unternehmen benötigen dringend das Krankengeld, größere Unternehmen sind flexibler."

SWV fordert Krankengeld für EPU ab dem ersten Tag

Gerade am Beispiel des Krankengeldes erkennt man den Unterschied zwischen ÖVP-Wirtschaftsbund und Sozialdemokratischem Wirtschaftsverband. Der SWV setzt sich dafür ein, dass jene Selbstständigen, die es besonders brauchen - also vor allem EPU - in den Genuss einer sozialen Absicherung kommen: EPU brauchen das Krankengeld ab dem ersten Tag der Arbeitsunfähigkeit! Sonst müssen sie ihren Betrieb schließen.
Der ÖVP-Wirtschaftsbund feiert hingegen ein Verhandlungsergebnis, in dem es erst ab dem 43. Tag Krankengeld für EPU gibt. Der Wirtschaftsbund vertritt hier offensichtlich andere Interessen - aber ganz sicher nicht jene der 240.000 Eine-Person-Unternehmen in Österreich. "Umso lauter wird sich der SWV Wien auch weiterhin als die Stimme der Selbstständigen für die Beseitigung von Diskriminierung und für Gerechtigkeit zu Wort melden!"

"Als ob die Ungerechtigkeiten nicht schon genug wären, werden Selbstständige zusätzlich bei jedem Arztbesuch mit einem 20%-SVA Selbstbehalt bestraft. Ein Eine-Person-Unternehmen ist somit gezwungen, sich genau zu überlegen, ob der Arztbesuch überhaupt leistbar ist", kommentiert Fritz Strobl, der von einer "Diskriminierung der Selbstständigen" spricht.

Fritz Strobl abschließend: "Eine-Person-Unternehmen sind die neue Klientel der Sozialdemokratie. Ich fordere Solidarität mit unseren selbstständigen Arbeiterinnen und Arbeitern!"

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