ORF-III-Doku-Montag zur Zukunft der Energie

Am 15. Oktober im Kultur- und Informations-Spartenkanal des ORF

Wien (OTS) - ORF III Kultur und Information thematisiert am Montag, dem 15. Oktober 2012, in "Gas-Monopoly" den steigenden Bedarf an Gas und stellt die Frage, wer uns in naher Zukunft auf welchen Transportwegen damit versorgen wird. Mit "A Road Not Taken" erzählen Christina Hemauer und Roman Keller die Geschichte jener Solaranlage, die Jimmy Carter im Sinne seiner Energiepolitik während seiner Amtszeit auf dem Dach des Weißen Hauses installieren ließ. In einer "Wiener Vorlesung" betrachtet Hubert Christian Ehalt die vor 40 Jahren formulierte Annahme des "Club of Rome", dass innerhalb der nächsten hundert Jahre die Erde ihre absolute Wachstumsgrenze erreicht haben werde: Rede und Antwort stehen Klimaexpertin Helga Kromp-Kolb, Archäologin und Wissenschafterin des Jahres 2011 Sabine Ladstätter sowie die Professorin für Umweltgeschichte Verena Winiwarter.

Doku.Zeit: "Gas-Monopoly (20.15 Uhr)

Gas wärmt uns, Gas treibt unsere Schwerindustrie und Gas ist der sauberste fossile Energieträger: Europa ist abhängig von Gas. Ohne Aussicht auf Alternativen wird Europas Gasbedarf bei gleichzeitigem Rückgang der innereuropäischen Produktion in den nächsten Jahrzehnten unaufhaltsam steigen. Wer wird Europa in Zukunft mit Gas versorgen? Auf der Suche nach Antworten hat sich Reporter Martin Leidenfrost an die neuralgischen Punkte des internationalen Gasgeschäfts begeben und Unfassbares festgestellt: Gas ist nicht nur Geschäft, es ist Politik, Intrige und Emotion. Es geht um Macht, Männer und Monopole. Mit "Gas-Monopoly" zeigt ORF III Kultur und Information eine filmische Reise in das "Land des Feuers" Aserbaidschan sowie die Brüsseler Glaspaläste der EU, in ein von "Fracking" heimgesuchtes niedersächsisches Landidyll, nach Istanbul und Moskau, in die menschenfeindliche Gaswelt der sibirischen Tundra und zurück in die österreichisch-slowakische Gasregion auf der Naht des Eisernen Vorhangs. Der Film stellt die einfachsten Fragen und stößt dabei auf die schmutzigsten Geschäfte, die nur eines im Sinn haben: Profit.

DokuMente: "A Road Not Taken" (22.00 Uhr)

Im Jahr 1979 setzte der damalige US-Präsident Jimmy Carter in einer visionären Aktion eine Maßnahme für den sparsameren Umgang mit fossilen Brennstoffen und installierte auf dem Dach des Weißen Hauses eine Solaranlage. Sein Nachfolger Ronald Reagan ließ die Paneele allerdings wieder entfernen: im Zeichen einer radikalen Abwendung von Carters Energieprogramm. Die beiden Schweizer Künstler Christina Hemauer und Roman Keller machten die Überreste der Solaranlage ausfindig und begaben sich mit zwei Paneelen auf eine Reise entlang deren Geschichte. In ihrem Dokumentarfilm "A Road Not Taken" treffen sie Menschen, die in den 1970er Jahren aktiv in Carters Energieprogramm involviert waren. Im Jahr 2007 sprachen sie ferner mit dem Expräsidenten Jimmy Carter über seine Energiepolitik sowie seine Vorstellungen vom moralischen Äquivalent zum Krieg. Der Film blickt auf einen US-Präsidenten, der mit viel politischem Goodwill und großen symbolischen Gesten eine gesellschaftliche Wende herbeiführen wollte.

Wiener Vorlesungen: "Umwelt - Ökologie - Systeme: Funktionieren und Crash" (23.00 Uhr)

Die Zerstörung von Lebensräumen, die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen, die Industrialisierung und das Bevölkerungswachstum werden die Erde in den nächsten hundert Jahren an ihre absoluten Wachstumsgrenzen bringen: Die vor 40 Jahren getätigte Ankündigung in einem Bericht des "Club of Rome" gilt von Seiten der Experten nach wie vor als relevant. Als Grund für die zunehmende Umweltzerstörung wird "der Triumph des Finanzkapitalismus" herangezogen. Denn in der Berechnung des Bruttoinlandsprodukts fehlen Vermögenswerte der Umwelt wie Wasserressourcen, Bodenfruchtbarkeit, Lebensqualität und stabiles Klima. Wo hat die Zerstörung unseres Planeten begonnen? Mit welchen absehbaren Folgen ist hinsichtlich des Klimawandels zu rechnen? Sind erneuerbare Energien eine rettende Alternative? In welche Richtung muss sich die Gesellschaft verändern? Hubert Christian Ehalt spricht darüber in einer "Wiener Vorlesung" mit der Klimaexpertin Helga Kromp-Kolb von der Wiener Universität für Bodenkultur, der Wissenschafterin des Jahres 2011 Sabine Ladstätter und der Professorin für Umweltgeschichte von der Universität Klagenfurt, Verena Winiwarter.

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