Der ORF-III-Amerika-Schwerpunkt im Oktober und November

Ab 13. Oktober im Kultur- und Informations-Spartenkanal des ORF

Wien (OTS) - Demokraten oder Republikaner? Barack Obama oder Mitt Romney? Die 57. Wahl des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika steht bevor. Am 6. November 2012 wählen die US-amerikanischen Bürgerinnen und Bürger ihren Favoriten für das vierjährige Amt ihres Regierungschefs. Es handelt sich dabei um eine indirekte Wahl, die zunächst ein Wahlmännergremium bestimmt, das wiederum über Präsident und Vizepräsident entscheidet. ORF III Kultur und Information widmet der Wahl des US-amerikanischen Staatsoberhauptes einen umfangreichen Amerika-Schwerpunkt (alle Details zum großen ORF-Schwerpunkt US-Wahl im ORF unter presse.ORF.at), im Zuge dessen ab Samstag, dem 13. Oktober, brisante "zeit.geschichte"-Abende sowie informative Doku-Montage auf die Zuseher/innen warten. Als Höhepunkt präsentiert ORF III Kultur und Information am Samstag, dem 3. November, die "Lange Nacht der amerikanischen Präsidenten".

Samstag, 13. Oktober

ORF III Kultur und Information startet seinen Amerika-Schwerpunkt am Samstag, dem 13. Oktober, mit zwei spannenden "zeit.geschichte"-Dokumentationen: "Die Ermordung Abraham Lincolns und die Bombe von Oklahoma City" um 20.15 Uhr sowie "Die Ermordung Kennedys und der Rücktritt Richard Nixons" um 21.20 Uhr behandeln vier dramatische Ereignisse, die nicht nur Amerika, sondern die Welt bewegten und die amerikanische Gesellschaft nachhaltig prägten.

Samstag, 20. Oktober

Die vierteilige Dokumentationsreihe "Der amerikanische Bürgerkrieg" beleuchtet episch und doch präzise Vorbedingungen und Verlauf des Sezessionskrieges, der in der amerikanischen Gesellschaft für tiefe Wunden sorgte, die lange Zeit nicht verheilten. Die Ursachen des Krieges lagen in einer tiefen wirtschaftlichen, sozialen und politischen Spaltung der Nord- und Südstaaten. Die Gegensätze verstärkten sich so stark, dass es zur Trennung kam und letztendlich zum Krieg.
Kommandeure und Soldaten gingen zu Beginn des Krieges noch davon aus, dass der Konflikt durch eine einzige große und "heroische" Schlacht entschieden wird. Niemand schien zu ahnen, dass der Krieg vier Jahre dauern und mehr als 600.000 Menschenleben kosten wird.
Mit filmischen Rekonstruktionen, seltenen Fotografien und Kommentaren der führenden Experten schildert diese vierteilige Dokumentation die Ursachen des Krieges sowie dessen großen Schlachten. Die Entwicklung von Waffen und Taktiken sowie Porträts der Akteure sind wichtige Bestandteile dieser Doku-Reihe, um ein differenziertes Bild der blutigen Realität zu vermitteln.

Der erste Teil der Dokumentationsreihe, "Fort Sumter", erinnert am Samstag, dem 20. Oktober, um 20.15 Uhr an die Entstehung der kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Unterschiede zwischen den Nord- und Südstaaten und hinterfragt dabei die Rolle der Sklaverei. Der zweite Teil, "Erste Schlachten", erinnert um 21.20 Uhr an die unzähligen Bürger, denen nicht klar war, in welche Art von Krieg sie ziehen würden: Freiwillige stürmten die Rekrutierungsbüros, um sich der Armee anzuschließen.

Montag, 22. Oktober

Vier Menschen, deren Leben durch das Gefangenenlager in Guantanamo Bay dramatisch verändert wurde: Murat Kurnaz hatte ohne Anklage fünf Jahre in Haft verbracht, der juristische Navy-Berater der Navy, Matthew Diaz, wurde zu sechs Monaten verurteilt, da er die Namen der Insassen an eine Menschenrechtsorganisation weitergegeben hatte, Militärjuristin Diane Beaver wurde zum Dienst in das US-amerikanische Gefangenenlager versetzt und sorgte mit ihrem "Foltermemo" für Aufsehen, und der spanische Anwalt Gonzalo Boye eröffnete im März 2009 das Verfahren gegen sechs Mitglieder der ehemaligen Bush-Regierung, deren Anklage auf Verschleierung der Folter von Gefangenen lautete. Mit der Dokumentation "Die Guantanamo-Falle" beleuchtet ORF III Kultur und Information um 20.15 Uhr den schmalen Grat zwischen Täter- und Opferrolle.
Im Anschluss erzählt der Film "Balseros: Bootsflüchtlinge" um 21.50 Uhr von jenen Menschen, die nach dem Zusammenbruch des Ostblocks aus Kuba in die Vereinigten Staaten flüchteten. Um übers Meer nach Florida zu gelangen, wurden die abenteuerlichsten Boote aus sämtlichen aufzutreibenden Materialien gebaut. Die Dokumentation begleitet sieben Flüchtlinge vom Floßbau bis hin zu ihren Versuchen, in den USA ein neues Leben zu beginnen.

Samstag, 27. Oktober

Die letzten beiden Folgen der vierteiligen Dokumentationsreihe "Der amerikanische Bürgerkrieg" widmen sich der zunehmenden Kriegsmüdigkeit, den unzähligen Menschenleben, die bereits geopfert wurden, sowie dem Beschluss der Konföderation, dem Grauen ein Ende zu setzen. Um 20.15 Uhr erzählt "Der Krieg breitet sich aus" von den schlechten hygienischen Bedingungen in den Winterquartieren und den sich rasant ausbreitenden Seuchen, die den Armeen zu schaffen machten. Im Anschluss schildert "Der Untergang der Konföderation" um 21.20 Uhr die zunehmende Verschlechterung der Lage sowie die steigende Zahl an Desertationen: Den Südstaaten blieb nur noch wenig Hoffnung auf einen Sieg, dennoch wollte niemand an eine Kapitulation denken.

Montag, 29. Oktober

Mit der Dokumentation "Sicko" um 20.15 Uhr thematisiert ORF III Kultur und Information die Probleme des Gesundheitssystems der Vereinigten Staaten. Da das US-amerikanische Modell lediglich auf Profitmaximierung der Krankenversicherungen und Pharmakonzerne abziele, sei eine staatliche Gesundheitsversorgung die bessere Lösung.
Im Anschluss stellt sich die Frage, warum die Vereinigten Staaten von Amerika in sich derart gespalten sind: Jedes politische Thema führt heute ausnahmslos zu einem Kampf zwischen den Parteien. Filmemacher Kelly Nyks macht diese Problematik, die sich in Annäherung der bevorstehenden Präsidentschaftswahlen zusehends manifestiert, um 22.25 Uhr in der Dokumentation "Split: Ein geteiltes Amerika" deutlich und sucht in offenen Gesprächen mit Leuten aus allen Gesellschaftsschichten nach Antworten.

Samstag, 3. November: "Die lange Nacht der amerikanischen Präsidenten"

Drei Tage vor dem Beginn der Präsidentschaftswahlen erinnert ORF III Kultur und Information im Zuge einer "Langen Nacht der amerikanischen Präsidenten" an politisch sowie wirtschaftlich herausragende Perioden der Vereinigten Staaten von Amerika. Geplant ist unter anderem eine fast siebenstündige Dokumentationsreihe, in der alle amerikanischen Präsidenten seit der Gründung des Landes porträtiert werden. Die Reihe erzählt somit von revolutionären Gründervätern, vom ersten Präsidentenmord, vom Beginn des atomaren Zeitalters und von den ganz großen Skandalen der US-Geschichte.

"Die Obama-Story" schildert im ORF-III-Hauptabend um 20.15 Uhr die Geschichte eines Mannes, der als Sohn eines Austauschstudenten aus Kenia und einer weißen US-Bürgerin geboren wurde und mit der offiziellen Nominierung als Präsidentschaftskandidat der Demokraten seinen amerikanischen Traum zu leben begann. Ein Film über die kaum bekannte Lebensgeschichte Barack Obamas.

Die Dokumentation "In einer neuen Weltordnung: Jimmy Carter bis George W. Bush (1977-2005)" beleuchtet um 21.05 Uhr Jimmy Carters Wirtschaftsmalaise, die Wahl des Schauspielers Ronald Reagan, den Golfkrieg unter George H. W. Bush, Bill Clintons Sexskandal sowie die Anschläge des 11. September, mit denen George W. Bush konfrontiert wurde.

Die Zeit zwischen scheinbarer Glückseligkeit und der Entziehung politischer Wahlrechte steht in der Doku "Nachkriegszeit und Kalter Krieg: Harry Truman bis Gerald Ford (1945-1977)" um 21.55 Uhr im Mittelpunkt. Jene Periode war u. a. gekennzeichnet von der Politik der klaren Worte Harry Trumans und dem wohl sympathischsten Präsidenten der US-Geschichte, Dwight D. Eisenhower. Der Film zeigt die Abwürfe der ersten Atombomben, die Eindämmung des Kommunismus, den Mord an John F. Kennedy, den Vietnamkrieg sowie den ersten Rücktritt eines US-Präsidenten.

Mit "Die Weltkriege: Thomas Woodrow Wilson bis Franklin D. Roosevelt (1913-1945)" erinnert ORF III Kultur und Information um 22.45 Uhr an den Wandel Amerikas von der politischen Weltmacht zur Supermacht, bevor eine weitere "zeit.geschichte"-Dokumentation um 23.35 Uhr "Das goldene Zeitalter: Grover Cleveland bis William Howard Taft (1885-1913)" in den Vordergrund rückt: ein Film über die nicht aufeinanderfolgenden Amtsperioden von Grover Cleveland, den Mord an William McKinley und Theodore Roosevelts Kartellkampf gegen die großen Geldmonopole seiner Zeit.

Die Folge "Der Wiederaufbau: Andrew Johnson bis Chester A. Arthur (1865-1885)" nimmt um 0.25 Uhr die schwierige Aufgabe, eine Nation nach vier Jahren Bürgerkrieg und einem Präsidentenmord wiederaufzubauen, in den Fokus. Im Anschluss beleuchtet "Die gespaltene Nation: Von Zachary Taylor bis Abraham Lincoln (1849-1865)" um 1.15 Uhr die unterschiedlichen Regierungsstile der US-Präsidenten dieser Periode: von durchsetzungsfähig über kompromissbereit bis hin zu verräterisch. Der Film endet mit dem ersten Präsidentenmord der US-Geschichte.

Der Film "Die Gründersöhne: Von John Quincy Adams bis James K. Polk (1825-1849)" thematisiert um 2.05 Uhr den gewaltigen Meilenstein in der Weiterentwicklung der Nation und beschreibt die härteste Wahl der amerikanischen Geschichte im Jahr 1828. Im Mittelpunkt stehen u.a. die imposante Persönlichkeit von Andrew Jackson, die fürchterliche Politik von John Quincy Adams sowie die Wirtschaftskrise unter Van Buren.

Den Abschluss der "Langen Nacht der amerikanischen Präsidenten" macht ORF III Kultur und Information um 2.55 Uhr mit der Doku "Die Gründerväter: George Washington bis James Monroe (1789-1825)" über die Geburtsstunde der amerikanischen Verfassung und die ersten Verwalter der Nation.

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