Berlakovich zu Agrarbudget: Sack wird heuer zugemacht

Wien (OTS) - Die Verhandlungen zur Ausgestaltung des mehrjährigen Finanzrahmens der EU laufen auf Hochtouren. Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich dazu heute bei der Sitzung der Landesagrarreferenten: "Der Sack wird noch in diesem Jahr zugemacht. Ende November findet ein Sonderrat der Staats- und Regierungschefs statt. Österreich wird dort durch Bundeskanzler Faymann vertreten. Die dortigen Beschlüsse sind für Österreich von zentraler Bedeutung, denn dabei geht es um die finanzielle Ausgestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik. Unsere Position ist klar: Wir wollen keine weiteren Kürzungen. Die Ländliche Entwicklung hat herausragende Bedeutung für Österreich. Unser Ziel ist, den absoluten Betrag von 4 Milliarden Euro für den Zeitraum 2014 - 2020 beizubehalten. Nun ist Bundeskanzler Faymann bei den Verhandlungen gefragt," so Berlakovich.

Auf dem Spiel stehen Arbeitsplätze in der Landwirtschaft und in den vor- und nachgelagerten Bereichen, unsere Programme für Bergbauern, eine bio- und umweltgerechte Landwirtschaft und die Bereitstellung regionaler und sicherer Lebensmittel.

Abgrenzung sonstiger benachteiligter Gebiete

Bei den sonstigen Benachteiligten Gebieten soll laut einem Vorschlag der Europäischen Kommission eine Neuabgrenzung durchgeführt werden. In Österreich haben wir aufgrund unserer natürlichen Benachteiligungen ca. sieben Prozent (ca. 6.500 Betriebe mit 120.000 Hektar AZ-Fläche). Drei Viertel dieser Flächen sollen nun nach dem Kommissionsvorschlag wegfallen. "Das nehmen wir natürlich nicht hin. Wir haben wiederholt Vorschläge für breitere Abgrenzungskriterien -ein Indexsytem - und auch eine Verringerung des Schwellenwerts der naturbedingten Nachteile (von 66 Prozent auf 60 Prozent) eingebracht. Darüber hinaus setze ich mich für lange Übergangsfristen ein," betont Berlakovich.
Weil es sich hier um einen sehr sensiblen Bereich handelt, setzt sich Österreich gemeinsam mit Deutschland und auch dem EU-Parlament für eine Verschiebung der Neuabgrenzung ein. "Die Ländliche Entwicklung ist mit dem Agrarumweltprogramm und der Ausgleichzulage für Benachteiligte Gebiete das Herzstück der Österreichischen Agrarpolitik - diese lasse ich mir nicht schmälern oder wegnehmen!"

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