WKÖ-Hochhauser verwahrt sich gegen neue Belastungen für die Betriebe

Klares Nein zu weiterer Reduktion von Überstundenkontingenten und Mindestlohn-Erhöhung - tausende Jobs vor allem von Frauen wären gefährdet

Wien (OTS/PWK713) - Die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) verwahrt sich gegen Vorschläge für einen höheren Mindestlohn und die Reduktion der Überstundenkontingente, welche die Betriebe in einer wirtschaftlich ohnehin sehr angespannten Lage massiv zusätzlich belasten würden und Arbeitsplätze gefährden. "Dass Österreich die niedrigste Arbeitslosenzahl in der EU hat, ist den Betrieben und einer vernünftigen Lohnpolitik der Sozialpartner zu verdanken. Ein Mindestlohn von 1.500 Euro würden die Jobs vor allem von tausenden Frauen massiv gefährden statt weitere Beschäftigung zu schaffen. Eine selbständige Frisörin verdient nicht viel mehr als ihre Angestellten, bei einer abrupten Gehaltssteigerung in dieser Höhe würde sich die Beschäftigung weiterer Angestellter für viele einfach nicht mehr lohnen", stellt Wirtschaftskammer-Generalsekretärin Anna Maria Hochhauser klar. Zudem sei gerade in den südlichen Krisenländern der EU deutlich sichtbar, dass Mindestlöhne nicht helfen, die Arbeitslosigkeit zu reduzieren, sondern die Situation sogar noch verschlechtern.
Auch der Vorschlag, Überstundenkontingente zu reduzieren, sei kontraproduktiv und gefährlich, betont Hochhauser. Erstens gebe es ohnehin eine Beschränkung auf 10 Überstunden pro Woche, zweitens würgten solche Vorschläge die ohnehin schwächelnde Konjunktur zusätzlich ab. Drittens belegten zahlreiche Umfragen, dass die Österreicherinnen und Österreicher mit ihrer Arbeitszeit sehr zufrieden sind. Überstunden sind zudem für österreichische Unternehmen schon derzeit aufgrund des Zuschlags von 50 bzw. vielfach 100 Prozent teuer. International üblich sind etwa in Deutschland, Frankreich oder der Schweiz 25%. Last but not least sind Überstunden für Arbeitnehmer aufgrund des Zuschlags und der Steuerbefreiung lukrativ und daher sehr beliebt. "Die meisten unbezahlten Überstunden gibt es laut der jüngsten Statistik übrigens im Bereich Unterricht und Erziehung, also in einem überwiegend öffentlichen Bereich. Hochhauser abschließend: "Statt weitere Belastungen und Beschränkungen für die Wirtschaft anzudenken, brauchen wir jetzt Maßnahmen, die die Wirtschaft und das Wachstum fördern. Nur so können die heimischen Betriebe auch in Zeiten schwacher Konjunktur Beschäftigung halten bzw. zusätzliche Jobs schaffen." (PM)

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