Alpenraum will in Brüssel künftig stärker auftreten

LH Wallner: "Dem Alpenraum jenen Stellenwert zuerkennen, den die Region im vereinten Europa innehat"

Innsbruck (OTS/VLK) - In der Innsbrucker Hofburg nahm Landeshauptmann Markus Wallner am Freitag (12. Oktober) an der von mehreren Partnern ausgerichteten Konferenz der Alpenstaaten und Alpenregionen teil. Im Zentrum der Tagung stand das Ende Juni im schweizerischen Bad Ragaz (Kanton St. Gallen) von den Regierungschefs der Arbeitsgemeinschaft Alpenländer (ARGE ALP) einstimmig angenommene Initiativpapier zur Etablierung einer Strategie der Europäischen Union für den Alpenraum.

Für Landeshauptmann Wallner steht fest, dass sich eine EU-Alpenraum-Strategie analog zu den bereits lancierten Modellversuchen für den Ostsee- und den Donauraum auf alle Länder, Regionen und Kantone im Alpenraum positiv auswirken würde. "Gerade der Alpenraum, in dem die regionale Zusammenarbeit schon sehr weit entwickelt ist, bietet ideale Voraussetzungen für eine solche europäische Strategie. Insbesondere für Vorarlberg als wirtschaftlich starke und wettbewerbsfähige Region ließen sich neue Perspektiven und Chancen nützen", ist Wallner überzeugt.

Regionen als Antriebsmotoren

Bei der weiteren Entwicklung der Europäischen Union sieht Landeshauptmann Wallner die Regionen in einer entscheidende Rolle:
"Sie können die Antriebsmotoren für eine engere Zusammenarbeit der Nationalstaaten sein - auch über die EU hinaus". Als Beispiel nannte der Landeshauptmann die regionale Zusammenarbeit Vorarlbergs mit den Nachbarkantonen in der Schweiz und mit Liechtenstein. Darüber hinaus verfügen für Wallner die Regionen wegen ihrer Nähe zu den Menschen über die Fähigkeit, wesentlich effizienter als Nationalstaaten oder EU-Ebene die Herausbildung einer europäischen Identität zu unterstützen.

"Bereit und in der Lage, die Kräfte zu bündeln"

Das Initiativpapier zur EU-Alpenraum-Strategie, auf das sich in Bad Ragaz die Regierungschefs der Arbeitsgemeinschaft Alpenländer geeinigt haben, gliedert sich in sechs Kapitel und definiert vier wichtige Handlungsbereiche. Vorrang haben für Landeshauptmann Wallner die Themen Energie, hochwertige Bildung und Ausbildung insbesondere für die jungen Menschen sowie die Stärkung des ländlichen Raums durch die Schaffung der notwendigen Infrastrukturen und den Erhalt der Landwirtschaft. Mit einer EU-Alpenraum-Strategie würden sich für die regionalen Akteure neue Wirkungs- und Entwicklungsmöglichkeiten erschließen. Die Konferenz, zu der sich eine Vielzahl von Alpenregionen eingefunden hatten, bezeichnete Wallner als weiteren wichtigen Baustein zur Erreichung des Ziels einer EU-Strategie. "Es zeigt sich, dass der Alpenraum bereit und in der Lage ist, seine Kräfte noch stärker zu bündeln", betonte der Landeshauptmann.

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