Minister Hundstorfer und Stöger stellen Projekt "Influenza/Pneumokokken-Impfung Gratis" vor

Gilt ab 18. Oktober für rezeptgebührbefreite Menschen der Impf-Zielgruppen in Wien

Wien (OTS/SK) - Ab 18. Oktober haben Menschen, die von der Rezeptgebühr befreit sind, in Wien die Möglichkeit, sich kostenlos gegen Influenza und Pneumokokken impfen zu lassen. Sozialminister Rudolf Hundstorfer betonte am Freitag bei der Präsentation dieses Projekts, dass "Gesundheit keine soziale Frage sein darf". Zwischen Armutsgefährdung und dem Gesundheitszustand bestehe ein Zusammenhang:
Nicht armutsgefährdete Menschen geben zu acht Prozent gesundheitliche Beeinträchtigungen an, bei Armutsgefährdeten liegt dieser Wert bei 14 Prozent. "Der Zugang zu Prävention ist ein ganz wichtiges Thema, wir müssen hier vor allem für armutsgefährdete Menschen noch mehr investieren, da diese oft nicht von Präventionsmaßnahmen Gebrauch machen", so Hundstorfer, für den "Impfen Prävention und Schutz ist". Gesundheitsminister Alois Stöger unterstrich: "Mit dieser Initiative beweisen wir, dass wir das sind, wofür wir weltweit geschätzt werden:
Ein Gesundheitssystem, in dem alle Zugang zu Leistungen haben." ****

Stöger betonte, dass die Entwicklung von Impfkonzepten zu den wichtigsten Aufgaben des Gesundheitsministeriums gehört, und erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass im letzten Jahr das kostenlose Kinder-Impfprogramm um zwei Gratisimpfungen (gegen Pneumokokken und Meningokokken) erweitert wurde.

Das Sozialprojekt ist eine Initiative von Sozialministerium, Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) und dem Österreichischen Verband der Impfstoffhersteller (ÖVIH). Ingrid Reischl, Obfrau der WGKK, erklärte bei der Projektvorstellung, dass 7.000 Influenza-Impfdosen und 1.000 Pneumokokken-Dosen zur Verfügung stehen. Zielgruppe für die Influenza-Impfung sind von der Rezeptgebühr befreite Menschen, die über 50 Jahre alt oder schwanger sind und/oder eine chronische Erkrankung haben bzw. die über 50 Jahre alt sind (Pneumokokken). Beide Impfungen sind gratis ab 18.10., montags und donnerstags zwischen 13 und 14 Uhr, im Gesundheitszentrum Mariahilf der WGKK erhältlich. Kinder werden im Gesundheitszentrum Wien Nord oder bei zahlreichen Kinderärzten mit Kassenvertrag geimpft.

Der Präsident der Wiener Ärztekammer, Thomas Szekeres, betonte:
"Armut bekämpfen heißt Krankheiten bekämpfen". Schutzimpfungen seien eine der effektivsten Vorsorgemaßnahmen überhaupt, sie schützen die Geimpften und damit auch andere vor Ansteckung.

Jedes Jahr infizieren sich rund 840.000 Österreicherinnen und Österreicher mit Influenza. Ältere oder geschwächte Menschen haben ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf dieser Erkrankung. Die Aktion der kostenlosen Influenza-Impfungen gab es schon im letzten Jahr; heuer wird das Projekt fortgeführt und um Pneumokokken erweitert. Die beiden Minister bedankten sich bei allen Beteiligten Partnern - der Wiener Gebietskrankenkasse, der Wiener Ärztekammer, den Sozialorganisationen, die die Aktion bewerben und die Zielgruppe informieren, sowie den Herstellern der Impfstoffe. (Schluss) bj/eg

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