Hannes Swoboda begrüßt Verleihung des Friedensnobelpreises an die Europäische Union

Präsident der Europäischen Sozialdemokraten im EU-Parlament: "Wir brauchen heute nicht weniger Europa oder einen Schritt zurück zu den Nationalstaaten, sondern mehr Europa"

Wien (OTS/SK) - Heute wurde der weltweit anerkannte Friedensnobelpreis an die Europäische Union verliehen, für ihre Verdienste für ein friedliches Europa und die Versöhnung zwischen West und Ost. Im Rahmen der Dubliner Konferenz "Wege aus der Krise" sagte Hannes Swoboda, Vorsitzender der sozialdemokratischen Fraktion im Europäischen Parlament: "Es ist eine wunderbare Nachricht, dass die Europäische Union den Friedensnobelpreis erhalten hat. Die Gründungsväter haben die EU auf Basis der Friedensidee und Friedenswahrung geschaffen, nach zwei grausamen Weltkriegen, die Europa und die Welt erschüttert haben." ****

"Das europäische Projekt ist heute nicht nur Garant für Frieden in Europa - und zwischen mittlerweile 27 Mitgliedsstaaten - Tendenz steigend mit weiteren Anwärtern vor der Tür. Nein, die Europäische Union ist heute ein gemeinsamer Binnenmarkt für 500 Millionen Menschen, ein Kontinent, in dem Bürger durch das Schengen-Abkommen in fast allen Staaten ohne Pass reisen können, und, am wichtigsten, eine Gemeinschaft der Solidarität und des Zusammenhalts", sagt Hannes Swoboda.

In Zeiten der Krise, in der wir heute stehen, ist die Verleihung des Friedensnobelpreises an die Europäische Union ein wichtiger und mutiger Schritt der Jury in Oslo. Swoboda: "Wir brauchen heute nicht weniger Europa oder einen Schritt zurück zu den Nationalstaaten, sondern mehr Europa."

Der Weg nach vorne ist eine stärkere Integration mit einer echten Wirtschaftsgemeinschaft und, langfristig, einer politischen Union. Vor dem Hintergrund der stetig ansteigenden und alarmierend hohen Arbeitslosigkeit ist der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit eines der Hauptthemen, mit denen wir besonders der Jugend wieder Vertrauen in dieses Europa geben müssen.

Swoboda: "Was wir brauchen, ist ein anderes, sozialeres Europa. Neben dem Fiskalpakt und Wachstumspakt brauchen wir einen Sozialpakt, der den Menschen wieder in das Zentrum unseres Handelns stellt und Solidarität zwischen den Mitgliedsstaaten, aber auch mit den Bürgern der Europäischen Union gewährleistet. Der Friedensnobelpreis ist Anerkennung und Auftrag zugleich. Er bedeutet, dass die EU ihre Friedensanstrengungen verstärken muss. Es ist bei all der berechtigten Kritik am gegenwärtigen Zustand der EU ein Friedensprojekt im doppelten Sinne: Einerseits, den Frieden innerhalb der EU zu sichern und anderseits, nicht selbstzufrieden zu sein und den Frieden auch in andere Regionen der Welt zu bringen." (Schluss) ah/mp

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