FPÖ-Obermayr: EU-Kommission will Gentechnik-Zulassungen weiter vereinfachen

Pro-Gentechnik-Gremium erstellt wissenschaftliche Datenbank

Wien (OTS) - "EU-Vertreter wurden nach Publikation derselben nicht müde, eine französische Studie unter Beschuss zu nehmen, die die Skepsis der Europäer gegenüber der Agro-Gentechnik bestätigt", berichtet der freiheitliche EU-Mandatar Mag. Franz Obermayr. "Es wird dabei gerne vergessen, dass diese Studie schon alleine deshalb repräsentativer ist als die üblichen, Zulassungen vorausgehenden Untersuchungen, weil sie nicht nur 90 Tage, sondern über zwei Jahre lief."

Obermayr weiter: "Ein Ausschuss, der für seine intransparente Arbeitsweise berüchtigt ist, nämlich das meist aus den Landwirtschaftsministerien der Mitgliedsländer beschickte Standing Comittee on the Food Chain and Animal Health (SCFCAH), soll offenbar die weitere Aufweichung der schon heute ungenügenden Risikoprüfungen vorbereiten."

"Damit nicht genug", fährt Obermayr fort, "soll eine mit Kommissionsmitteln ausgestattete Gentechnik-Datenbank aufgebaut werden. Das deutsche Julius-Kühn-Institut, das laut Beobachtern eine klare pro-Gentechnik-Tendenz erkennen lässt, wird an GRACE (GMO Risk Assessment and Communication of Evidence) federführend beteiligt sein. Projektkoordinator soll mit Joachim Schiemann ein ausgewiesener Gentechnik-Befürworter sein. Eine beteiligte PR-Agentur weist in ihrem Kundenstock, nach eigenen Angaben, einige große Gentechnik-Konzerne auf."

"Ob diese Zusammensetzung eines von der EU-Kommission eingerichteten Gremiums dazu beiträgt, das im Zuge ausgesucht unobjektiver EFSA-Gutachten geschwundene Restvertrauen in die EU-Zulassungsverfahren wieder herzustellen, ist zu bezweifeln", so Obermayr, der schließt: "Die Europäer lehnen die Gentechnik auf Acker und Teller ab. Dem ist endlich Rechnung zu tragen. Die Kommission soll aufhören, teure Gremien einzusetzen, die den Verbrauchern eine Hochrisikotechnologie schmackhaft machen sollen, die nicht gebraucht wird und nicht erwünscht ist."

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitlicher Parlamentsklub
Tel.: 01/ 40 110 - 7012
presse-parlamentsklub@fpoe.at

http://www.fpoe-parlamentsklub.at
http://www.fpoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0006