"Orientierung" am 14. Oktober: Erinnerungen an Johannes Paul I.

Außerdem: Orthodoxer "Kloster-Boom" in Russland

Wien (OTS) - Christoph Riedl präsentiert im ORF-Religionsmagazin "Orientierung" am Sonntag, dem 14. Oktober 2012, um 12.30 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Der "lächelnde Papst": Erinnerungen an Johannes Paul I.

Vor hundert Jahren, am 17. Oktober 1912, wurde er in der kleinen norditalienischen Gemeinde Canale d'Agordo geboren: Albino Luciani. Als "lächelnder Papst" ist er in die Geschichte eingegangen - und als einer, der nur 33 Tage lang im Amt war: Am 28. September 1978 fand man ihn leblos in seinem Schlafzimmer. Gerüchte, Johannes Paul I. sei nicht eines natürlichen Todes gestorben, sind nie verstummt. Wahrscheinlich ist aber, dass Albino Luciani bereits krank war, als er die Nachfolge von Papst Paul VI. antrat. Über das kurze Pontifikat des "lächelnden Papstes" hat die "Orientierung" mit dem Kirchenhistoriker Rupert Klieber gesprochen. Ein Bericht von Klaus Ther.

Religiöse Wiedergeburt? Orthodoxer "Kloster-Boom" in Russland

Mit einem "Punk-Gebet" gegen Präsident Wladimir Putin in der orthodoxen Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau hat die russische Frauenband "Pussy Riot" im Februar auf sich aufmerksam gemacht. Eine der drei Musikerinnen ist am vergangenen Mittwoch auf Bewährung freigelassen worden. Die beiden anderen Bandmitglieder müssen eine zweijährige Lagerhaft verbüßen. Zur Reue rief mehrfach die russisch-orthodoxe Kirchenführung die jungen Frauen auf. Sie mögen "sich bessern" und "blasphemische Äußerungen" künftig unterlassen. Die orthodoxe Kirche selbst erlebt indes, 20 Jahre nach dem Ende des Kommunismus, so etwas wie eine religiöse Wiedergeburt. Das lässt sich am deutlichsten an der Zahl der orthodoxen Klöster ablesen, die den Ansturm von eintretenden Mönchen und Nonnen kaum noch bewältigen können. In der Sowjetunion waren fast alle Klöster geschlossen oder zu Gefängnissen oder Straflagern umgewandelt worden. Gerade diese Verfolgung unter dem Kommunismus dürfte mit ein Grund für die neue Stärke der russischen Spiritualität sein. Ein Bericht von Markus Müller-Schinwald.

"Kontrollierte Religionsausübung" - Nordkorea und die Glaubensfreiheit

Als unrühmliche Nummer eins gilt Nordkorea laut Organisationen wie etwa "Open Doors International", wenn es um die Verletzung von Religionsfreiheit, um die Verfolgung z. B. von gläubigen Christen geht. Die kommunistische Führung des weitgehend isolierten Landes will das freilich anders sehen: So etwas wie "kontrollierte Religionsausübung" sei sehr wohl erlaubt. Und man verweist u. a. auf das russisch-orthodoxe Kirchengebäude, das 2006 von Metropolit Kyrill I. - damals zweiter Mann der russischen Orthodoxie - eingeweiht wurde. Ein "Orientierung"-Reporter hat dort Nachschau gehalten und bei seinem insgesamt fünften Nordkorea-Besuch auch die eine oder andere Überraschung erlebt. Ein Bericht von Luca Faccio.

Jüdisches Filmfestival: Was ist ein "jüdischer Film"?

Seine 20. Festivalausgabe feiert heuer - mit genau 20 Filmen - das Jüdische Filmfestival Wien (11. bis 25. Oktober). Was aber ist das eigentlich, ein "jüdischer Film"? Für Programmdirektorin Monika Kaczek kommt es nicht so sehr darauf an, dass vor oder hinter der Kamera Juden agieren, sondern eher darauf, dass "jüdische Themen" zur Sprache kommen: die Familie zum Beispiel oder das Leben in der Diaspora, die Frage der (jüdischen) Identität und die große Bedeutung der Erinnerung in der Religion wie im Gedenken an die Schoah, Israel und der Nahostkonflikt oder, als eine Säule des diesjährigen Programms: Humor und Komödie. Bericht: Christian Rathner.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar.

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