Wirtschaft für Integration zu Bevölkerungswachstum in Österreich: "Erst Bevölkerungsentwicklung ermöglicht Zukunft"

Kraft-Kinz: "Leistungsfähigkeit und Entwicklung unseres Landes nicht nach Quantität beurteilen"

Wien (OTS) - "Es geht um die Qualität der Bevölkerungsentwicklung, nicht um die Quantität. In Quantität kann man die Leistungsfähigkeit unseres Landes nicht beurteilen. Damit der Wirtschaftsstandort Österreich auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleibt, müssen wir schon heute jene Rahmenbedingungen schaffen, die die bestehende Qualität sichern", so die Reaktion von Dr. Georg Kraft-Kinz, Obmann des Vereins Wirtschaft für Integration (VWFI), auf die in dieser Woche von der Statistik Austria präsentierte Prognose über das Bevölkerungswachstum Österreichs.

Kraft-Kinz: "Bewusster Umgang mit Thema Bevölkerungsentwicklung für Österreich essentiell"

Einer Hochrechnung der Statistik Austria zufolge werden im Jahr 2060 9,4 Millionen Menschen - und damit um eine Million mehr als heute - in Österreich leben. Wesentlich dafür ist der Faktor Zuwanderung. Ohne Zuwanderung würde nach der Hochrechnung die österreichische Bevölkerung im Jahr 2060 bei nur 7 Mio. liegen, also massiv sinken. "Das macht deutlich, wie existentiell ein bewusster Umgang mit dem Thema 'Bevölkerungsentwicklung' für Österreich ist", so Kraft-Kinz.

Kraft-Kinz: "Rahmenbedingungen für Integration prüfen und weiterentwickeln"

Der gestern präsentierte 2. Wiener Integrations- und Diversitätsmonitor, eine Studie der Stadt Wien, bestätigt für Kraft-Kinz die Notwendigkeit "die bestehenden Möglichkeiten für die Integration von zuwandernden und zugewanderten Mitbürgerinnen und Mitbürgern zu prüfen und weiterzuentwickeln."

Wenn sich jährlich derzeit ca. 110.000 Menschen in Österreich neu niederlassen, wenn Zuwanderung einen verjüngenden, und damit wichtigen Effekt für Österreich hat (das Durchschnittsalter der Zuwandernden beträgt 23 Jahre), "müssen die bestehenden Rahmenbedingungen für Zuwanderung optimiert werden.", so Kraft-Kinz.

Dringenden Handlungsbedarf ortet er zudem "in den Bereichen Bildung, Zugang zum Arbeitsmarkt und Teilnahme an der politischen Gestaltung, Stichwort 'Partizipation'".

Wiener Integrationsmonitor - ein wichtiger Mosaikstein für mehr Qualität

Die Studie der Stadt Wien zeigt, dass zwischen 45 und 55 % der WienerInnen zwischen 20 und 40 Jahren einen "Migrationshintergrund" haben. Noch deutlich höher ist der Anteil bei Kindern und Jugendlichen: Hier liegt der Prozentsatz jener, die zugewandert sind bzw. in Österreich als Kind mindestens eines zugewanderten Elternteils geboren wurden, bei bis zu 70%. Mit diesen Zahlen kommt zum Ausdruck, dass es heute zur Normalität einer europäischen Großstadt gehört, von internationaler Mobilität und Pluralität geprägt zu sein.

Kraft-Kinz: "Bildung ist Schlüsselthema"

Der Bildungsbereich ist für Kraft-Kinz das zentrale Schlüsselthema. Der VWFI-Obmann fordert eine umfassende Bildungsdiskussion, die den gegenwärtigen, aber auch den zukünftigen Realitäten der Kindergärten und Schulen Rechnung trägt. Neben der notwendigen Ausdifferenzierung der Bildungsdebatte und der Förderung vorhandener Potenziale und Talente müsse der Fokus verstärkt auf die Schaffung optimaler Rahmenbedingungen gelegt werden, fordert Kraft-Kinz.

"Heute Verantwortung für das Morgen übernehmen"

"Die Politik, die Wirtschaft aber auch die Zivilgesellschaft und damit wir alle müssen jetzt dazu beitragen, die richtigen Weichenstellungen im Schlüsselthema Bildung zu legen. Wir müssen resolut und bestimmt Handeln und heute die Verantwortung für das Morgen übernehmen, um die Zukunft unseres Landes positiv zu gestalten. Denn: Zukunft gestalten, heißt heute handeln", so Kraft-Kinz.

Motto von Wirtschaft für Integration in 2013: "Zukunft gestalten: Heute handeln"

In diesem Sinn ist auch das Motto des Vereins Wirtschaft für Integration im kommenden Jahr zu verstehen: "Zukunft gestalten, bedeutet Heute handeln". Die Projekte und Initiativen von Wirtschaft für Integration fokussieren das Thema "Zukunft" dabei auf unterschiedliche Weise.

Mehrsprachiger Redewettbewerb "SAG'S MULTI!": Meine Zukunft - unsere Zukunft

So findet beispielsweise im laufenden Schuljahr zum vierten Mal der von Wirtschaft für Integration initiierte mehrsprachige Redewettbewerb "SAG'S MULTI!" unter dem Leitmotiv "Meine Zukunft -unsere Zukunft" statt. Zu fünf vorgegebenen Unterthemen halten dabei SchülerInnen ab der 7. Schulstufe, deren Erst- bzw. Muttersprache nicht Deutsch ist, Reden, in denen sie zwischen ihrer Erst-/Muttersprache und der deutsche Sprache wechseln. Bis 12. November können SchülerInnen von ihren Schulen zur Teilnahme nominiert werden. Nähere Informationen unter www.sagsmulti.at

"KONNEX" - PatInnen für junge Menschen mit Migrationsgeschichte

Auf nachhaltige Förderung der talentierten "SAG'S MULTI!"-TeilnehmerInnen setzt das Nachfolgeprojekt des Redewettbewerbs: "KONNEX" - PatInnen für junge Menschen mit Migrationsgeschichte. Die Mentees werden dabei über den Zeitraum eines Schuljahres von einer beruflich etablierten Patin/einem beruflich etablierten Paten begleitet, erhalten Einblick in den Berufsalltag der MentorInnen und können wichtige Kontakte für ihren künftigen Bildungs- und Berufsweg knüpfen. Nähere Informationen unter http://www.sagsmulti.at/konnex

Österreichischer Integrationstag 2013: "Bilder von Morgen, handeln im Heute"

Zum bereits dritten Mal wird der Verein Wirtschaft für Integration im Jahr 2013 zum Österreichischen Integrationstag in das Wiener Rathaus einladen. Der unter dem Motto "Bilder von Morgen, handeln im Heute" stehende Österreichische Integrationstag 2013 (ÖIT 2013) findet am 12. April 2013 statt und widmet sich der Entwicklung von Zukunftsszenarien zu integrationsbezogenen Themen. Wirtschaft für Integration (VWFI)

Die Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien (RLB NÖ-Wien) ist Gründungs- und Hauptsponsor des Vereins Wirtschaft für Integration.

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Mag.a Meri Disoski
Geschäftsführerin
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