FPÖ-Mölzer: Verständlich, dass Ungarn derzeit kein Interesse an Euro-Beitritt hat

Zuerst müssen Staatsfinanzen saniert werden, damit dann die Milliarden Richtung Süden fließen können - Beitrittsautomatismus zum Euro ist zu überdenken

Wien (OTS) - Völlig verständlich und nachvollziehbar sei die Aussage des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban, wonach sein Land derzeit nicht dem Euro beitreten wolle, sagte der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer. "Die Eurozone bietet nicht nur ein Bild des Jammers, vielmehr kommt die Aussicht eines verpflichtenden Beitritts, wie er in den Verträgen mit Ausnahme von Großbritannien und Dänemark vorgesehen ist, einer gefährlichen Drohung gleich", betonte Mölzer.

Daher sei Orban nur zuzustimmen, wenn sich dieser gegen den vertraglichen Automatismus zur Einführung des Euro wendet und darauf hinweist, dass sich seit dem EU-Beitritt Ungarns die Geschäftsgrundlage geändert habe, so der freiheitliche EU-Mandatar. "Vor acht Jahren schien noch alles in Ordnung zu sein. Aber das war ein Trugschluss, wie wir heute wissen, denn die Währungsunion erweist sich immer mehr als eine gigantische Fehlkonstruktion", erklärte Mölzer.

Dass nun Ungarn, aber wohl auch Polen und die Tschechische Republik, wenig Interesse an der Einführung des Euro hätten, liege auf der Hand, meinte der freiheitliche Europaabgeordnete. "Vor einem Beitritt zur Währungsunion müssen die Staatsfinanzen in Ordnung gebracht werden, damit nach der Euro-Einführung die Milliarden Richtung Süden fließen können. Der Beitrittsautomatismus zum Euro ist deshalb zu überdenken", forderte Mölzer abschließend.

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