- 12.10.2012, 10:04:15
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Glaser: Verluste von Nahrungsmitteln in Entwicklungsländern eindämmen
Investitionen in Logistik und Infrastruktur erhöhen Ernährungssouveränität - Welternährungstag am 16. Oktober
Utl.: Investitionen in Logistik und Infrastruktur erhöhen
Ernährungssouveränität - Welternährungstag am 16. Oktober=
Wien (OTS/ÖVP-PK) - "Maßnahmen zur Steigerung der
Ernährungssouveränität sind der Schlüssel, um die Situation in den
Hungerregionen der Erde dauerhaft zu lindern. Dazu ist es notwendig,
die Lagerhaltung von Nahrungsmitteln auszubauen und die
landwirtschaftliche Produktion zu verbessern. Der Welternährungstag
am 16. Oktober sollte Anlass sein, sich über die enormen Verluste von
genießbaren Nahrungsmitteln mehr Gedanken zu machen als bisher",
sagte NR-Abg. Franz Glaser, ÖVP-Sprecher für
Entwicklungszusammenarbeit.
"In der Wohlstandsgesellschaft der Industriestaaten liegt es meistens
am mangelnden Bewusstsein von Konsumenten, Industrie und Handel, dass
so viele Lebensmittel im Müll landen. In den Entwicklungsländern sind
die meisten Verluste hingegen auf mangelnde Lager- und
Kühlmöglichkeiten, auf Transportverluste und unzureichende Logistik
zurückzuführen. Diese Infrastrukturen nachhaltig und in großem
Maßstab zu verbessern, wäre eine lohnende Aufgabe für die
Entwicklungspolitik der Industriestaaten und der internationalen
Finanzinstitutionen. Damit werden wichtige Elemente der ländlichen
Entwicklung gestärkt", betonte Glaser.
Die FAO hat bekannt gegeben, dass die Zahl der Hungernden in den
vergangenen drei Jahren von 925 Millionen auf 868 Millionen
zurückgegangen ist. "Es ist ermutigend, dass Maßnahmen auf
verschiedenen Ebenen offenbar gegriffen haben. Trotzdem bleibt es ein
himmelschreiender Zustand, dass jeder achte Mensch auf der Welt
chronisch unterernährt ist. Der Großteil von ihnen lebt auf dem Land.
Den Hunger zu beseitigen, muss daher weiterhin das oberste Ziel aller
entwicklungspolitischen Bemühungen sein", ist Glaser überzeugt.
Zur Bewältigung akuter Hungerkrisen habe die österreichische
Bundesregierung in den letzten Monaten weitere 6,5 Millionen Euro zur
Verfügung gestellt, rief Glaser in Erinnerung. Fünf Millionen Euro
gingen an die Hungerhilfe für Ostafrika, 1,5 Millionen in die
Sahel-Zone. "Diese Hilfen sind als Akutmaßnahmen unverzichtbar, denn
Dürrekatastrophen wird es wohl immer geben. Aber im Blickpunkt müssen
die dauerhafte Stärkung der landwirtschaftlichen Strukturen und die
Erhöhung der Ernährungssouveränität bleiben", betonte Glaser.
(Schluss)
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