Glaser: Verluste von Nahrungsmitteln in Entwicklungsländern eindämmen

Investitionen in Logistik und Infrastruktur erhöhen Ernährungssouveränität - Welternährungstag am 16. Oktober

Wien (OTS/ÖVP-PK) - "Maßnahmen zur Steigerung der Ernährungssouveränität sind der Schlüssel, um die Situation in den Hungerregionen der Erde dauerhaft zu lindern. Dazu ist es notwendig, die Lagerhaltung von Nahrungsmitteln auszubauen und die landwirtschaftliche Produktion zu verbessern. Der Welternährungstag am 16. Oktober sollte Anlass sein, sich über die enormen Verluste von genießbaren Nahrungsmitteln mehr Gedanken zu machen als bisher", sagte NR-Abg. Franz Glaser, ÖVP-Sprecher für Entwicklungszusammenarbeit.

"In der Wohlstandsgesellschaft der Industriestaaten liegt es meistens am mangelnden Bewusstsein von Konsumenten, Industrie und Handel, dass so viele Lebensmittel im Müll landen. In den Entwicklungsländern sind die meisten Verluste hingegen auf mangelnde Lager- und Kühlmöglichkeiten, auf Transportverluste und unzureichende Logistik zurückzuführen. Diese Infrastrukturen nachhaltig und in großem Maßstab zu verbessern, wäre eine lohnende Aufgabe für die Entwicklungspolitik der Industriestaaten und der internationalen Finanzinstitutionen. Damit werden wichtige Elemente der ländlichen Entwicklung gestärkt", betonte Glaser.

Die FAO hat bekannt gegeben, dass die Zahl der Hungernden in den vergangenen drei Jahren von 925 Millionen auf 868 Millionen zurückgegangen ist. "Es ist ermutigend, dass Maßnahmen auf verschiedenen Ebenen offenbar gegriffen haben. Trotzdem bleibt es ein himmelschreiender Zustand, dass jeder achte Mensch auf der Welt chronisch unterernährt ist. Der Großteil von ihnen lebt auf dem Land. Den Hunger zu beseitigen, muss daher weiterhin das oberste Ziel aller entwicklungspolitischen Bemühungen sein", ist Glaser überzeugt.

Zur Bewältigung akuter Hungerkrisen habe die österreichische Bundesregierung in den letzten Monaten weitere 6,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, rief Glaser in Erinnerung. Fünf Millionen Euro gingen an die Hungerhilfe für Ostafrika, 1,5 Millionen in die Sahel-Zone. "Diese Hilfen sind als Akutmaßnahmen unverzichtbar, denn Dürrekatastrophen wird es wohl immer geben. Aber im Blickpunkt müssen die dauerhafte Stärkung der landwirtschaftlichen Strukturen und die Erhöhung der Ernährungssouveränität bleiben", betonte Glaser. (Schluss)

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