Tiergarten Walding: Wer stoppt tierquälerische Raubkatzen- und Elefantenhaltung?

EndZOO Österreich fordert Zugangsstopp und Tierschutzauflagen

Wien (OTS) - Im Privat-Tiergarten Walding werden zwei neue Löwen erwartet. Dies stößt auf scharfe Kritik des Tierschutzvereins EndZOO Österreich. Die Tierschützer sprechen im Fall des Tiergartens Walding von Tierquälerei. Nach aktuellen Messungen der Organisation sei das neue Löwengehege für die Neuankömmlinge nur knapp 350 Quadratmeter groß, obwohl das österreichische Gesetz für zwei Löwen 500 qm fordert.

Zudem halte Besitzerin Angela Mair einen schwarzen Leoparden (PLAYBOY) seit mehr als sieben Jahren in äußerst tierquälerischer Beengtheit von nur 100 qm (außen). Auch der Elefantenstall habe mit seinen 100 qm nicht die gesetzlich geforderten 340 qm (für einen Elefanten). Und obwohl es ebenfalls gesetzlich verboten und strafbar ist, werde Elefantendame BIMBI einzeln gehalten, ohne geeignetes Schlammbad und ausreichende Bademöglichkeiten. Die Raubkatzen und Elefantin BIMBI zeigten zudem bereits in der Vergangenheit erhebliche Verhaltensstörungen (Laufstereotypien und Weben) die nachweislich als Leiden gelten. Die Organisation spricht von vorsätzlichen, dauerhaften und gravierenden Verstößen der Privathalterin Angela Mair gegen geltende europäische- und österreichische Tierschutzgesetze. EndZOO fordert die zuständigen Behörden heute auf, per Auflage dem schwarzen Leoparden (Panther) das neue Löwengehege zu überlassen und den geplanten Löwenzugang sofort zu stoppen. Zudem müsse allen anderen Verstößen im Eilverfahren nachgegangen und diese Missstände per Auflagen schnellstmöglich behoben werden.

"Es ist ein Skandal, dass Frau Mair immer wieder neue Tierarten oder Individuen aufnimmt, obwohl sie seit Jahren kaum einen Euro zur Vergrößerung des Bewegungsfreiraums des bisherigen Tierbestands investiert hat. Das hat nichts von der Tierretterin, als die sie sich allzu gerne ausgibt. So paradiesisch, wie die Tiergarten-Selbstdarstellung, ist eine derart beengte Raubkatzen- und Elefantenhaltung nicht. Diese Gehege sind ein klarer Akt der Tierquälerei", so Zoo-Experte und EndZOO-Österreich-Sprecher Frank Albrecht. "Heuer ist Elefantin MARY im Alter von ca. 46 Jahren gestorben. Elefanten, die wie sie in Freiheit geboren wurden (Wildfänge), werden gut 70-80 Jahre alt. Ihr frühzeitiger Tod steht mit ihrer lebenslangen schlechten Haltung bei Familie Mair in Zusammenhang. Warum überwachende Tierärzte und Behörden noch immer nicht für gesetzeskonforme Haltungsbedingungen in Walding gesorgt haben, ist für uns mehr als fraglich."

Weitere ausführliche Informationen zu den mangelhaften Haltungsbedingungen finden Sie auf unserer Homepage.

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EndZOO Österreich
Frank Albrecht
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