AKS: Mehr Mitbestimmung muss möglich sein

Alarmierende Ergebnisse der neuen Studie zur erlebten Mitbestimmung von Schüler_innen

Wien (OTS) - "Unterricht, bei dem man genauso gut zu Hause im Bett liegen bleiben könnte, Themen, die niemanden interessieren, Lehrpersonen, die einfach über die Köpfe der Schüler_innen hinweg entscheiden. Schüler_innen fühlen sich in der Schule oft unwohl, die wirklich wichtigen Themen bleiben außen vor. Grund dafür sind gerade die fehlenden Mitbestimmungsmöglichkeiten beziehungsweise viel mehr die fehlende Information darüber." Mit diesen Worten fasst Tatjana Gabrielli, Bundesvorsitzende der Aktion kritischer Schüler_innen die Ergebnisse einer neuen Studie der Soziologin Mag.a Daniela Wetzelhütter zusammen.

"Wir als AKS machen seit Jahren auf die mangelnden Mitbestimmungsmöglichkeiten im Schulbetrieb aufmerksam. Es gibt viele Projekte und Konzepte, um den Schulalltag demokratischer und partizipativer zu gestalten. Ein großes Problem ist die fehlende Wertschätzung der Schüler_innenvertretung", kritisiert Gabrielli. "Schulsprecherinnen und Schulsprecher haben sehr oft mit Widerstand seitens der Lehrpersonen und Direktionen zu kämpfen", erklärt die Vorsitzende. Dass die Schule durch Leistungsdruck und engem Zeitplan kaum Raum gibt, sich aktiv, kreativ oder ehrenamtlich einzubringen, sieht Gabrielli ebenfalls als Problem.

Eine weitere, längst überfällige Forderung der AKS im Bezug auf mehr Mitbestimmung ist die Direktwahl der Landes- und Bundesschüler_innenvertretung (LSV/BSV). So sind auf Landesebene lediglich die Schulsprecher_innen und auf Bundesebene nur 27 Landesschulsprecher_innen und 2 Vertreter_innen der Zentralen Lehranstalten wahlberechtigt. "Mitbestimmung kann nicht nur ein theoretisches Konzept bleiben! Durch die Direktwahl der LSV/BSV würden sich Schülerinnen und Schüler mehr Gehör verschaffen und Demokratie aktiv erleben", schließt Gabrielli.

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Tatjana Gabrielli
Bundesvorsitzende der AKS
Tel: 0699 11408142
Mail: tatjana.gabrielli@aks.at

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