Obsorge: Psychologen begrüßen Entscheidungen im Sinne des Kindeswohls

Familienrichter psychologisch schulen

Wien (OTS) - Der Berufsverband Österreichischer Psychologinnen und Psychologen begrüßt die Reform der Obsorge, insbesondere die Absicht, dass in Zukunft das Kindeswohl für Entscheidungen ausschlaggebend ist. Damit der neue Weg der Obsorge auch in der Praxis funktionieren kann, fordert der BÖP die Schulung der Familienrichter und eine Qualitätssicherung der Gutachten aller eingebundenen Berufsgruppen.

Bei Scheidungen soll künftig das Gericht die Möglichkeit haben, auch gegen den Willen des Obsorgeberechtigten über eine gemeinsame Obsorge zu entscheiden, so einer der Punkte des neuen Familienrechts.

Kinder müssen weiterhin vor Übergriffen und Gewalt geschützt werden. Es ist Aufgabe der familienpsychologischen Gutachter, im Einzelfall auf eine mögliche Gefährdung des Kindes hinzuweisen. Im Zweifelsfall sollten vermehrt Zweit- und Obergutachten eingeholt werden. Der BÖP wird als Qualitätssicherung für psychologische Gutachten eine Kommission einsetzen.

Auch sollten vermehrt psychologische MediatorInnen eingesetzt werden, die bereits jetzt in der Konfliktregelung im Falle, dass sich die Eltern trennen, tätig sind.

"Familienrichter, denen künftig auch die Rolle eines Casemanagers zukommen soll, müssen von PsychologInnen in Konfliktmanagement geschult werden", so Ulla Konrad, Präsidentin des Psychologenverbandes.

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