Matznetter zu Vermögenssteuer: Wirtschaftbund lässt Interessen von 99 Prozent der WKÖ-Mitglieder links liegen

Entlastung des Faktors Arbeit bringt allen Betrieben etwas

Wien (OTS/SK) - Als "bedauerlich" kommentierte SPÖ-Wirtschaftssprecher und Präsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes, Christoph Matznetter, die KMU-feindlichen Aussagen von ÖVP-Haubner. "99 Prozent der heimischen KMU haben kein Nettovermögen von einer Million Euro, die wenigsten liegen über dieser Freibetragsgrenze und jene, die darüber liegen, können und wollen auch einen Beitrag für Allgemeinheit leisten", so Matznetter. Es sei traurig, dass sich der Wirtschaftsbund nur um ein Prozent der Wirtschaftskammermitglieder kümmere und die 99 Prozent, die teilweise ums Überleben kämpfen, links liegen lässt. "Würden wir mit der Erbschafts- und Schenkungssteuer gleichzeitig die Entlastung des Faktors Arbeit beschließen, hätten alle Betriebe etwas davon", forderte Matznetter. ****

Er, Matznetter, forderte von Haubner ein, jenen Selbstständigen mit weniger Einkommen zu erklären, warum reiche Betriebe nicht auch entsprechend Steuern zahlen sollten. "Viele reiche Menschen wollen mehr Steuern zahlen und ihren Beitrag für die Gesellschaft leisten, warum das von der ÖVP verhindert wird, versteht mittlerweile niemand mehr", betonte Matznetter. "Es kann einfach nicht sein, dass manche nicht wissen, wie sie sich die Untersuchung beim Arzt leisten sollen und jene mit Millionen - Vermögen keinen Beitrag für die Gesellschaft leisten können, weil es von der ÖVP verhindert wird", so der SPÖ-Wirtschaftssprecher.

Nettovermögen bedeute, dass vom Gesamtvermögen alle Verbindlichkeiten abgezogen werden und dann müsse ein Betrag über einer Million Euro übrig bleiben, erklärte der SPÖ-Wirtschaftssprecher. "Haubner vertritt hier die Interessen weniger Reicher, aber ganz sicher nicht jene der Mehrheit der Betriebe", so Matznetter, der die Elitenpolitik des Wirtschaftsbundes scharf kritisierte. Die Betriebe sollen daher ihre letzte Bilanz zur Hand nehmen und ihr Eigenkapital prüfen. "Wenn sie zu dem einen Prozent gehören, dessen Eigenkapital über einer Million Euro liegt, dann sind sie wahrscheinlich von der ÖVP gut vertreten. Die anderen 99 Prozent der WKÖ-Mitglieder werden in dieser Frage auf jeden Fall von der Sozialdemokratie besser vertreten", stellte der Präsident der Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes klar. (Schluss) mo

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