"Schnell ermittelt in Wecks Erinnerungen

Endspurt für die Dreharbeiten zum zweiten topbesetzten "Schnell ermittelt"-Fernsehfilm

Wien (OTS) - Ein Leichenfund in einer Villa. Ein älteres Ehepaar. Und eine dunkle Vergangenheit. "Schnell ermittelt" wieder! Doch Angelika wäre nicht sie selbst, wäre ein Fall mit einem Mordgeständnis so einfach gelöst. Denn die Chefinspektorin muss erst noch so manche Erinnerung - im wahrsten Sinne des Wortes - zum Leben erwecken. Aber dafür hat sie auch wieder 90 Minuten Zeit, gehen doch derzeit die Dreharbeiten zum zweiten Fernsehfilm in den Endspurt. Und da nimmt sie niemand Geringeren als drei hochkarätige Schauspielgrößen ins Visier: Manchmal nur ganz dunkel "Erinnern" - so auch der Arbeitstitel des Neunzigminüters - können sich Peter Weck, Rudolf Melichar, Christine Ostermayer und Maria Bill. Bei einem Setbesuch in einem für die Dreharbeiten zu einer Seniorenresidenz umfunktionierten Hotel in Penzing wurden gestern, am Mittwoch, dem 10. Oktober 2012, für die beiden Hauptdarsteller Ursula Strauss und Wolf Bachofner, Ausnahmekünstler Peter Weck und Regisseur Michi Riebl schon einmal so manche Erinnerungen wachgerüttelt.

"Erinnern" (AT) voraussichtlich 2013 in ORF eins

Unter der Regie von Michi Riebl stehen neben Ursula Strauss und Wolf Bachofner in weiteren Rollen wie gewohnt Andreas Lust und Katharina Straßer sowie Morteza Tavakoli, Simon Morzé, Fiona Hauser und Helmut La vor der Kamera. Und auch Markus Hering als Oberst Schuster hat seinen Privatkrieg gegen Angelika noch nicht aufgegeben. Das Drehbuch stammt von Katharina Hajos und Constanze Fischer. Die Dreharbeiten gehen seit 13. September und noch voraussichtlich bis 13. Oktober in Wien über die Bühne. Zu sehen ist "Schnell ermittelt - Erinnern" (AT) in ORF eins voraussichtlich 2013.

Ursula Strauss: "Das Phänomen, einem Star zu begegnen!"

Ein heikler Fall für Angelika Schnell: Im Keller der angesehenen jüdischen Klavierbauerfamilie Jaray (Christine Ostermayer und Rudolf Melichar) wurde eine eingemauerte Leiche entdeckt. Der demente Herr Jaray gesteht ganz ungefragt, dass er der Mörder sei. Doch Angelika will diese Aussage nicht als einfache "verwirrte Äußerung" abtun. Was, wenn sie eine Wahrheit aus den Tiefen seiner Erinnerung ist? Was, wenn er tatsächlich jemanden umgebracht hat? Und so bekommt sie es bei der Spurensuche nicht nur mit Rudolf Melichar und Christine Ostermayer, sondern auch mit Maria Bill und Peter Weck als gutem Freund der Jarays zu tun: "Es ist extrem interessant, mit jemandem zu drehen, von dem man glaubt, ihn schon gut zu kennen. Meine erste Erinnerung an Peter Weck ist der Film "Mädchenjahre einer Königin". Das Phänomen, einem Star zu begegnen! Aber die Zusammenarbeit verläuft natürlich genauso respektvoll wie mit allen anderen Kollegen. Peter Weck hat es uns auch sehr leicht gemacht, und das ist natürlich total fein", erzählt Ursula Strauss. Woran sich jeder selbst öfter erinnern sollte? "Daran, dass das Leben ein Geschenk ist, dass jeder Mensch auf der Welt dein Spiegel sein kann und man jedem mit dem gleichen Respekt gegenübertreten sollte."

Wolf Bachofner: "Wichtig ist immer das, was man im Moment tut"

Wolf Bachofner steht Ursula Strauss wie gewohnt als Bezirksinspektor Franitschek zur Seite: "Es ist natürlich sehr interessant, mit so erfahrenen und bekannten Schauspielern wie Peter Weck, Rudolf Melichar, Christine Ostermayer zu drehen, weil man ihre Erfahrungen kennen und auch schätzen lernt. Das macht die Geschichte auch umso spannender." Ob es für Bachofner selbst ganz besondere Erinnerungen gibt? "Ich stelle immer wieder fest, dass ich selbst kein großer "Erinnerer" bin, dass mir die Vergangenheit oft gar nicht so wichtig ist. Es ist nicht so, dass ich Dingen, die ich einmal gemacht habe, nachtrauere. Wichtig ist immer das, was man im Moment tut, auch wenn es natürlich Erinnerungen gibt, die ich nicht missen möchte."

Peter Weck schwelgt in Erinnerungen

Peter Weck, der 2013 sein 60-jähriges Berufsjubiläum feiert, spielt Paul Tietz, den besten Freund des dementen Ferdinand Jaray, in dessen Villa der spektakuläre Leichenfund für so manche Aufregung sorgt. "Es ist eine Figur, die mich gleich sehr interessiert hat. Es ist eine ernste, sehr vielschichtig zu spielende Rolle, denn ich verkörpere einen alten Juden, der im KZ war und aus dieser Zeit verschiedene Erinnerungen mitgenommen hat, aber die Geschichte will ich natürlich nicht erzählen", gibt der Ausnahmekünstler schon einen ersten Einblick. In seinem Buch "War's das?" hat Weck seine Erinnerungen schon vor zwei Jahren festgehalten, doch: "Es gibt so viele Dinge im Leben, die man im Augenblick nicht ernst nimmt und die dann erst später gewissermaßen ermahnend wirken."

"Schnell ermittelt - Erinnern" (AT) ist eine Produktion des ORF, hergestellt von MR-Film.

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