Greenpeace-Kommentar: Energieversorger verzichten nicht auf Atomstrom

Stromkennzeichnungsbericht 2012 unterstreicht Handlungsauftrag der Politik

Wien (OTS) - Den heute präsentierten Stromkennzeichnungsbericht 2012 der E-Control kommentiert Greenpeace-Energiesprecher Jurrien Westerhof wie folgt:

"Der Stromkennzeichnungsbericht 2012 zeigt klar und deutlich: Die Energieversorgungsunternehmen (EVU) setzten sogar noch im Jahr der nuklearen Katastrophe von Fukushima weiterhin zu 4,9 Prozent auf Atomstrom. Das entspricht in etwa der Jahresproduktion des AKW Krsko. Die Weigerung der EVU freiwillig auf Atomstrom zu verzichten unterstreicht die Wichtigkeit des Atomgipfels vom April dieses Jahres. Da die EVU nicht freiwillig bereit sind ihr Angebot an Atomstrom zu reduzieren, fordern GLOBAL 2000 und Greenpeace die Politik auf, die Ergebnisse des Atomgipfels rasch umzusetzen. Seit dem Gipfel sind sieben Monate verstrichen. GLOBAL 2000 und Greenpeace gehen aber davon aus, dass es im Zuge der Fertigstellung des Energieeffizienzpaketes in den nächsten Tagen zu einem Vorstoß von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner kommen wird."

Hinweis: In der APA-Grafik werden 13,9 Prozent "Graustrom-Anteil" ausgewiesen. In diesem sind die 4,9 Prozent Atomstromanteil in Österreich enthalten.

Rückfragen & Kontakt:

DI Jurrien Westerhof, Energiesprecher Greenpeace, +43(0)664 612 67 01
Markus Hammer, Leiter der Greenpeace Medienabteilung, +43 (0)664 226 2882

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GRP0001