Innenfinanzierung als Basis für den nachhaltigen Unternehmensbestand

Wien (OTS) - Die österreichischen KMU der marktorientierten Wirtschaft erzielten im Jahr 2010/11 einen durchschnittlichen Cash flow von rd. 7,4 % der Betriebsleistung. Im Vergleich dazu konnten die heimischen Großunternehmen einen höheren Cash flow von rd. 8,5 % der Betriebsleistung erwirtschaften.

Der Cash flow drückt die Innenfinanzierungskraft der Unternehmen aus und steht für die Tilgung bestehender Verbindlichkeiten, der Investitionstätigkeit sowie der Gewinnentnahme zur Verfügung.
Ein ausreichender Cash flow ist somit Grundlage für die die Bedienung der bestehenden (Bank)Verbindlichkeiten wie auch die Basis für den nachhaltigen Zukunftsertrag in Form von Investitionen.
Zwischen 2006/07 und 2010/11 lag die Cash flow-Quote der Großunternehmen stets über jener der KMU, wobei sich während der Finanz- und Wirtschaftskrise eine stärkere Betroffenheit der Großunternehmen zeigte, die sich in einem Rückgang des Cash flows zeigt.

Diese Ergebnisse basieren auf aktuellsten Auswertungen aus der Bilanzdatenbank der KMU Forschung Austria von etwa 82.000 Bilanzen österreichischer Unternehmen pro Jahr.

Die wichtigste Finanzierungssäule der heimischen KMU ist die Bankfinanzierung, wobei deren Bedeutung infolge eines Anstiegs der Eigenkapitalquote kontinuierlich - ausgehend von einem hohen Niveau -sinkt. Während im Jahr 2006/07 noch im Durchschnitt etwa ein Drittel des Vermögens mit Bankverbindlichkeiten finanziert wurde, waren es 2010/11 rd. 28 %.

Bei den Großunternehmen ist die Bankverschuldung deutlich geringer als bei den KMU: 2010/11 lag sie bei rd. 11 %.
Die Investitionen der KMU lagen im Jahr 2010/11 im Durchschnitt bei rd. 5,8 % der Betriebsleistung, wohingegen die Investitionsquote der Großunternehmen rd. 3,6 % betrug. Seit dem Jahr 2007/08 liegt die Investitionsquote der KMU über jener der Großunternehmen, wobei der Unterschied gerade im letzten Jahr vergleichsweise groß ist.

"Die bestehende Innenfinanzierungskraft ermöglicht den Unternehmen die ordnungsgemäße Rückführung der Kredite und trägt damit zur erforderlichen Stabilität bei", so Mag. Peter Voithofer, Direktor der KMU Forschung Austria. "Zudem werden Investitionen getätigt, die die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe sichern bzw. verbessern sollen; bei einem Teil der Betriebe (>10 % der Betriebe, unabhängig der Größe) besteht diesbezüglicher Verbesserungsbedarf, da - tlw. über einen längeren Zeitraum - keine entsprechenden Investitionsvorhaben umgesetzt wurden".

Die komplette Pressemitteilung steht zum Download auf der Website der KMU Forschung Austria unter Presseservice/Pressemitteilungen zur Verfügung.

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Mag. Peter Voithofer
KMU Forschung Austria
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