Klassische Sparprodukte behaupten ihre Stellung als sicherer Hafen

Bank Austria Anlagebarometer zum Weltspartag:

Wien (OTS) - Das aktuelle Anlagebarometer der Bank Austria zum Weltspartag zeigt erstaunliche Entwicklungen und Strategien der Anlegerinnen und Anleger auf die aktuell schwierigen Rahmenbedingungen. Trotz generell rückläufiger Sparquote und historisch niedrigen Zinsniveaus sind klassische Sparprodukte (Sparbuch, Bausparen) die einzigen Spar- und Anlageformen, die in der Gunst der Anleger zulegen können. Der Trend geht klar in Richtung kurzfristiger Veranlagungen: Den Menschen ist es wichtig, ihr Geld für ein geändertes Anlageumfeld verfügbar zu haben. 54 Prozent der Befragten sparen weniger als 100 Euro, 7 Prozent mehr als 500 Euro pro Monat. Der Weltspartag ist für 1,2 Millionen Menschen in Österreich ein fixer Ankerpunkt in wirtschaftlich turbulenten Zeiten - sie planen einen Besuch ihrer Bank sicher ein.

Traditionelle Beweggründe und Motive, um zu sparen oder zu veranlagen, sind durchwegs rückläufig. 62 Prozent der Befragten geben an, sie können heute weniger sparen als in der Vergangenheit. Trotzdem sind klassische Sparprodukte wie Sparbuch, Bausparen und Online-Sparkonten mit 77 Prozent (2011: 75 Prozent) die einzigen Anlageformen, die in der Gunst der Anleger zulegen können. Lebensversicherungen mit 43 Prozent (2011: 52 Prozent), Immobilien mit 47 Prozent (2011: 50 Prozent), staatlich geförderte Zukunftsvorsorge mit 36 Prozent (2011: 45 Prozent), Gold, Silber Wertgegenstände und Antiquitäten mit 27 Prozent (2011: 32 Prozent) müssen dagegen durchwegs Verluste verbuchen.

Klassische Sparprodukte sind alternativlos

"Klassische Sparprodukte überzeugen die Anlegerinnen und Anleger trotz gegenwärtig niedriger Zinsen durch ihre einfache Verständlichkeit (90 Prozent Zustimmung) und den Vorteil der Einlagensicherung (72 Prozent Zustimmung)", sagt Rainer Hauser, Bank Austria Vorstand für Privatkunden, Klein- und Mittelbetriebe. "Die Unwägbarkeiten der Finanzmärkte und die negativen Aussichten auf die eigene Sparkraft wirken sich einerseits auf längerfristige Veranlagungen nachteilig aus, andererseits bieten sonstige Veranlagungsmöglichkeiten durch ihr höheres Risiko und eine längere Bindungsdauer nur bedingt Alternativen. Diesen Trend können wir in der Bank Austria auch durch das mit rund 18 Milliarden Euro konstant bleibende Volumen an Spareinlagen ablesen."

Die Motivationen zu sparen sind durchwegs rückläufig, der Trend aus 2011, der eine wachsende Sparneigung in Richtung Konsumgüter zeigte, ist 2012 bereits wieder überholt. Den Spitzenplatz der Sparmotive nimmt mit 57 Prozent nach wie vor die Vorsorge für Notfälle ein, allerdings mit einem Rückgang von 17 Prozent im Vergleich zu 2011, 12 Prozent Rückgang zeigt das Motiv Eigenvorsorge für das Alter (50 Prozent), 18 Prozent Rückgang das Motiv "Ferien" (von 47 auf 29 Prozent) und 13 Prozent Rückgang gibt es bei der Motivation, für Renovierungen oder Wohnungsausstattung zu sparen (aktuell 33 bzw. 30 Prozent). Auch die Sparmotivation für Autokauf mit 27 Prozent (2011: 33 Prozent) oder den Kauf von Immobilien mit 15 Prozent (2011: 22 Prozent) ist 2012 weniger stark ausgeprägt als 2011.

Anlageentscheidungen in niedrigem Zinsumfeld

57 Prozent der Befragten vertrauen bei der Anlage auf ihre Hausbank, 27 Prozent geben an, die Angebote und Zinssätze auf dem Markt genauer zu beobachten, 40 Prozent meinen, sie sparen nun weniger als früher und geben das Geld lieber aus. 62 Prozent sparen heute weniger als vor drei Jahren (2011: 49 Prozent): Die Einschätzung der eigenen Spartätigkeit wird damit deutlich geringer eingeschätzt als zuletzt. Auch der Ausblick in die nähere Zukunft lässt eine Fortschreibung dieses Trends erwarten.

Martin Gölles, Leiter der Bank Austria Marktforschung meint: "Eher zuversichtlich sind Junge bis 29 Jahre und Personen mit höherem Einkommen, getrübte Aussichten sind eher bei den über 60-Jährigen und niedrigen Einkommensbeziehern festzustellen. Die Sparklassiker behalten ihre Vormachtstellung, denn neben langfristigen Veranlagungen verzeichnen auch Grundbesitz, Immobilien sowie Edelmetalle und Wertgegenstände Rückgänge gegenüber dem Vorjahr. Das dürfte vor allem an den sinkenden Renditeerwartungen aufgrund des aktuell hohen Preisniveaus liegen."

Weltspartag bleibt Fixpunkt für 1,2 Millionen Menschen in Österreich

1,2 Millionen Menschen (2011: 1,1 Mio.) wollen ihrer Bank zum Weltspartag fix einen Besuch abstatten, rund 400.000 weitere nehmen sich zumindest vor, am 31. Oktober in die Bank zu gehen. Der Besuch hat Tradition, begleitet werden die Kinder und auch die Geschenke dienen nach wie vor als Anreiz. Für knapp 15 Prozent ist der Weltspartag eine gute Gelegenheit, Erspartes auf die Bank zu bringen. Bank Austria Vorstand Rainer Hauser: "Das Sparbuch als sicherste und einfachste Anlageform bleibt weiterhin alternativlos - trotz niedriger Zinsen. Sparen mit kurzer Bindung wird von den Menschen im gegenwärtigen Umfeld auch als sichere Überbrückung gesehen, um das Geld später wieder neu veranlagen zu können."

Das Bank Austria Anlagebarometer wurde von Spectra Marktforschung im Zeitraum 20. bis 24. September 2012 unter 500 Männern und Frauen ab 15 Jahren mittels computerunterstützten Telefoninterviews durchgeführt.

Die Präsentation des Bank Austria Anlagebarometers können Sie auch unter dem Link
http://www.bankaustria.at/sub/open.html#/sub/23945.html kostenlos
downloaden.

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