Die Psyche, das Sorgenkind der Österreicher. Neue Studie schlägt Alarm!

Wien (OTS) - Die anlässlich des Tages der psychischen Gesundheit am 10. Oktober veröffentlichte Studie "Seelische Gesundheit in Österreich" zeigt die Versorgungslücken des österreichischen Gesundheitssystems erneut auf.

  • Österreich ist eines der Schlusslichter im Mental Health Index der OECD
  • Volkswirtschaftliche Kosten der Erkrankungen steigen weiter
  • Zersplitterte Versorgungsstruktur hinkt internationalen Entwicklungen nach
  • Facharztmangel in der Psychiatrie - Hausärzte übernehmen Großteil der Versorgung

Die Ergebnisse der Studie "Seelische Gesundheit in Österreich", die von der Integrated Consulting Group in Kooperation mit dem Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz und der Pensionsversichungsanstalt PVA durchgeführt wurde, zeigen in einem Ländervergleich sehr deutlich, wie rückständig Österreich im Bereich der psychischen Versorgung ist.

Alte Strukturen & Facharztmangel in der Psychiatrie

Dem Vergleich mit Ländern wie Italien, Deutschland, Finnland, Schweden, Dänemark und Norwegen hält unser Land nicht stand. Der Mental Health Index der OECD zeigt Österreichs Rückständigkeit eindeutig. Obwohl ein Anstieg der Erkrankungen prognostiziert ist, weist Österreich im Vergleich zu den anderen Ländern zersplitterte, zentralisierte Strukturen auf, die durch einen Mangel an Fachärzten für Psychiatrie gekennzeichnet sind und Betroffene in Schwerpunktspitälern isolieren.

Hohe Kosten, sinkende Produktivität und viele Arbeitslose

Die Studie fasst weiter zusammen, dass psychische Erkrankungen laut dem World Economic Forum ihre Kosten bis zum Jahr 2030 weltweit mehr als verdoppeln werden und damit die Kosten von Erkrankungen wie Krebs und Diabetes um ein Vielfaches übersteigen. Produktivitätsverluste, hohe Arbeitslosenraten bei den Betroffenen und häufigere und längere Krankenstände sind weitere Auswirkungen dieser Entwicklung.

Studien wie diese zeigen einen Handlungsbedarf auf, dessen Bewältigung nicht nur die Wirtschaft unseres Landes stärken kann, sondern auch einer Vielzahl an Betroffenen helfen kann, die Versorgung zu erhalten, die sie dringend benötigen.

Link zur Studie: www.innenwelt.at/presse

Quelle: Seelische Gesundheit in Österreich. Struktur, Qualität und Trends der Versorgung in Österreich, Deutschland, Italien, Skandinavien (Dänemark, Finnland, Norwegen, Schweden) und den USA. Wien, 2012

Kontakt Studienautor: ICG Integrated Consulting Group, Mag. Elisabeth Babnik, elisabeth.babnik@integratedconsulting.at

In Kooperation mit: BMASK, PVA
Unterstützt von der Initiative innenwelt

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