Wiener SPÖ-Frauen ad HLI-Kongress: Kein Zurück ins finstere Mittelalter!

Protestaktion am Fleischmarkt gegen AbtreibungsgegnerInnen

Wien (OTS/SPW-K) - Vom 4. bis 8. Oktober findet in Wien der "Welt-Gebets-Kongress für das Leben" der Abtreibungsgegner Human Life International (HLI) statt. Die Wiener SPÖ-Frauen protestierten dagegen am Samstag gemeinsam mit der Sozialistischen Jugend Wien (SJ) und der Jungen Generation in der SPÖ Wien (JG Wien) mit einem Manifest für das Selbstbestimmungsrecht der Frau unter dem Motto "Kein Zurück ins finstere Mittelalter" vor dem Ambulatorium am Fleischmarkt. Viele namhafte PolitikerInnen wie Frauenstadträtin Sandra Frauenberger, Nationalrätin Petra Bayr und SPÖ Wien Frauensekretärin Nicole Berger-Krotsch traten mit dieser Aktion vehement gegen radikale Abtreibungsgegner auf.****

"Als Wiener Frauenstadträtin ist es meine Aufgabe, sicherzustellen, dass jede Frau selbstbestimmt über ihren Körper entscheiden kann. Das beginnt mit einem umfassenden Beratungsangebot, bei dem religiöse oder ideologische Einstellungen keine Rolle spielen dürfen! Außerdem müssen wir Frauen den offenen und unbehinderten Weg zu medizinischen Einrichtungen ermöglichen. Dass ein Schwangerschaftsabbruch in öffentlichen Spitälern durchgeführt werden kann, ist nicht in jedem Bundesland selbstverständlich. Psychische und physische Barrieren militanter AbtreibungsgegnerInnen stellen für Rat suchende Frauen eine unzumutbare Belastung dar. Deshalb brauchen wir endlich eine bundesweite Lösung für Schutzzonen vor Kliniken", betonte die Wiener Frauenstadträtin Sandra Frauenberger.

SPÖ-Nationalrätin Petra Bayr zeigte die Verbindungen zwischen Teilen der konservativen politischen Rechten und radikalen AbtreibungsgegnerInnen in Österreich auf. "Es ist erschreckend, wie nah sich die politische Rechte und fundamentale KatholikInnen in Österreich stehen. Da gibt es etwa Ewald Stadler, der radikale Abtreibungsgegner vor Gericht verteidigt hat - ohne Erfolg. Die Verhandlung führte zu Schuldsprüchen wegen Stalkings bei allen vier Angeklagten." Auch die ÖVP Wien hat ihre Einstellung zum Thema Schwangerschaftsabbruch bewiesen, als sie 2005 Gudrun Kugler-Lang auf die Liste für die Gemeinderatswahl stellte: "Damit hat die ÖVP Wien klar gezeigt, dass sie fundamentale AbtreibungsgegnerInnen in ihren Reihen duldet. Das ist einfach frauenverachtend. Das Selbstbestimmungsrecht von Frauen ist unbedingt zu wahren", so Bayr.

Auch die Frauensekretärin der Wiener SPÖ, LAbg. Nicole Berger-Krotsch stellte fest, dass es Frauen unbedingt möglich sein muss, Kliniken ohne Psychoterror zu betreten: "Frauen haben ein Recht auf Selbstbestimmung. Mit dem Wegweiserecht hat Wien bereits einen wichtigen Schritt gesetzt, um Frauen in Not vor radikalen Übergriffen zu schützen. Fest steht jedoch, dass es endlich eine bundesweite Regelung für Schutzzonen geben muss. Frauen verdienen bei dieser schwierigen Situation den Schutz und das Verständnis der Gesellschaft. Wir stehen auf der Seite der Frauen und bilden gemeinsam einen Schutzwall vor radikalen AbtreibungsgegnerInnen!"

"Ein Schwangerschaftsabbruch ist weder Notlösung noch Tötung. Abtreibung ist ein Frauenrecht, das sich aus der Freiheit ableitet, Zeitpunkt und Zahl der Kinder eigenverantwortlich zu bestimmen. Dazu gehört auch das Recht, sich bewusst für Kinderlosigkeit zu entscheiden. AbtreibungsgegnerInnen treten das Selbstbestimmungsrecht der Frauen mit Füßen und kriminalisieren eine Entscheidung, die nicht aus Jux und Tollerei getroffen wird. "Mein Bauch gehört mir" ist nach wie vor aktuell und jede Frau muss das Recht haben, selbstbestimmt leben zu können - dafür werden wir uns auch weiterhin stark machen!", so Marina Hanke, SJ Wien Frauensprecherin und Isabella Guzi, JG Wien-Frauen, unisono.

Information: Fotos der Aktion sind in Kürze im Flickr-Account der Wiener SPÖ unter http://www.flickr.com/photos/48048853@N02/ abrufbar.

Filmpräsentation "Der lange Arm der Kaiserin"

Die Wiener SPÖ-Frauen zeigen am Dienstag, dem 9. Oktober 2012 um 19.00 Uhr im ega, 6., Windmühlgasse 26, den Dokumentarfilm "Der lange Arm der Kaiserin. Die Geschichte des Schwangerschaftsabbruchs in Österreich" von Susanne Riegler.

Im Anschluss folgt eine Diskussion mit:
Sandra Frauenberger - Wiener Frauenstadträtin
Susanne Riegler - Autorin und Regisseurin des Films
Dr.in Helene Klaar - Rechtsanwältin
Ing.in Elke Graf - Geschäftsführerin pro:woman Ambulatorium

Eintritt frei! Um Anmeldung wird gebeten unter: office@ega.or.at oder 01-589 80, www.ega.or.at
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