"Heimat, fremde Heimat" am 7. Oktober: Neue Musikschule der Roma in Wien

Wien (OTS) - Lakis Iordanopoulos präsentiert in "Heimat, fremde Heimat" am Sonntag, dem 7. Oktober 2012, um 13.30 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Neue Musikschule der Roma

Vor drei Jahren wurde im Roma-Verein Romano Centro in Wien die Vienna Gipsy Music School gegründet. Ging es am Anfang darum, Roma- und Sinti-Kinder musikalisch zu fördern, wandelte sich die Schule mit der Zeit zu einer Einrichtung, die heute über ein breitgefächertes Angebot - sowohl für Anfänger als auch für professionelle Musiker verfügt. Vergangene Woche wurde sie offiziell eröffnet. Das Projekt wird von zahlreichen Musikern unterstützt. Einige von ihnen - Roma und Nicht-Roma - werden in der Schule unterrichten. Geht es nach den Wünschen der Betreiber, soll die ethnische Zugehörigkeit der Studierenden, die die Schule besuchen werden, ebenso bunt gemischt sein. Mit einigen der Musiker und den Initiatoren der Musikschule haben Mehmet Akbal und Silvana Meixner gesprochen.

Seit drei Generationen auf der Flucht

Laut UNHCR befinden sich derzeit weltweit rund 43 Millionen Menschen auf der Flucht. Asylwerber, die in den westlichen Ländern ankommen, stellen nur einen Bruchteil der Vertriebenen dar. Allein im vergangenen Jahr kamen weitere 800.000 Flüchtlinge dazu. Wann diese Fluchtwelle enden wird, kann niemand mit Sicherheit beantworten. So auch im Falle der kurdischen Familie Kamoew aus Armenien, deren Abenteuer bereits vor zwanzig Jahren begonnen hat. Bis jetzt hat sie weder Asyl noch ein humanitäres Bleiberecht erhalten. Um die Öffentlichkeit für solche Fälle zu sensibilisieren, organisierte das Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) mit Kooperationspartnern zum ersten Mal in Wien, Niederösterreich und im Burgenland einen "Langen Tag der Flucht". Mehmet Akbal berichtet.

Chiaras Integration in die Welt der Sehenden

"Talent ist kein Zufall der Geburt" - auf diesem Grundgedanken baute der japanische Musiker und Musikpädagoge Dr. Shinichi Suzuki seine weltweit richtungsweisende Methode für die Erziehung talentierter Kinder auf. Von dieser Methode hat auch die von Geburt an blinde Oberösterreicherin Chiara Moser profitiert. Die heute15- jährige und mehrfach ausgezeichnete Violinistin irischer Abstammung hat bereits mit drei Jahren nach der Suzuki-Methode Geige spielen gelernt. Heute beherrscht sie bereits fünf Musikinstrumente. Die Liebe zur Musik hat sie aber auch zu einem jungen selbstbewussten und engagierten Teenager gemacht - ebenso wie die jungen Musiker des südafrikanischen Jugendorchesters Miagi, die Chiara Moser während deren Europatournee in Salzburg traf. Ein Beitrag von Carola Mair.

"Heimat, fremde Heimat" ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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