FPÖ: Unterreiner: Bevorzugung bei Uni-Test ist wahre Diskriminierung von Frauen

Männerdiskriminierung ist kein zulässiges Mittel der Frauenförderung

Wien (OTS) - FPÖ-Gleichbehandlungssprecherin NAbg. Heidemarie Unterreiner übt Kritik an der Farce um den Aufnahmetest an der Wiener Medizin-Uni. "Männliche Bewerber zu diskriminieren, widerspricht dem Grundsatz der Gleichbehandlung", so Unterreiner, die darauf hinweist, dass durch die "gendergerechte" Auswertung des Tests auch die Frauen diskriminiert werden: "Es schadet dem Image der künftigen Ärztinnen, wenn manche von ihnen nur aufgrund einer wissenschaftlich höchst fragwürdigen Quote zum Studium zugelassen werden."

Das Problem sei nicht das Geschlecht, sondern der Test an sich. "Ich bin davon überzeugt, dass viele Fähigkeiten, die Mediziner benötigen, in diesem Verfahren nicht einmal ansatzweise festgestellt werden können, darunter auch viele Eigenschaften, die insbesondere Frauen mitbringen, gerade in der sozialen Kompetenz", stellt Unterreiner fest. Das rechtfertige allerdings nicht die Benachteiligung von Männern, die im Test besser abgeschnitten haben, sondern müsse ein Anstoß für eine Änderung des Zulassungsverfahrens sein. "Angesichts des drohenden und bereits eingetretenen Ärztemangels ist die rigorose Beschränkung der Studienplätze ohnehin ein Unding", hält Unterreiner fest und bekräftigt die freiheitliche Forderung nach freiem Hochschulzugang: "Bei Medizinern wäre ein Praxisjahr im Gesundheitswesen in der Anfangsphase des Studiums wesentlich besser geeignet, um jungen Menschen eine Entscheidungshilfe zu geben."

Als völlig unerträglich qualifiziert Unterreiner den Debattenbeitrag von Frauenministerin Heinisch-Hosek (SPÖ): "Wenn die Männerdiskriminierung für die SPÖ das geeignete Mittel zur Frauenförderung ist, so ist das ein Armutszeugnis."

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