Beschäftigungsmotor Maschinen- & Metallwaren Industrie

Daten & Fakten zur österreichischen MMI Stand: Oktober 2012

Wien (OTS) -

Spezialisten als Rückgrat der heimischen Industrie

Um es auf den Punkt zu bringen: Die Mitarbeiter der MMI stehen nicht am Hochofen. Die Maschinenbauer sind Spezialisten, die zum Teil in Handarbeit Kleinstserien oder Einzelanfertigungen statt Massenware herstellen und erfolgreich Nischen auf internationalen Märkten bearbeiten. Als zentraler Teil der Wertschöpfungskette in der österreichischen Industrie ist die MMI verantwortlich für rund 24 % des gesamten Produktionswertes und investiert rund 800 Mio. Euro pro Jahr in Forschung und Entwicklung.

Maschinenbauer als Arbeitgeber und Ausbildner

Die Maschinen- & Metallwaren-Produzenten sind eine der Schlüsselindustrien am Standort Österreich. Mit rund 120.000 Beschäftigten in 1.200 Unternehmen stellen sie über 30 % der industriellen Arbeitsplätze und bilden rund 40 % der Industrielehrlinge aus.

Die Branche ist besonders personalintensiv. Im Durchschnitt weisen die FMMI-Mitglieder eine Lohntangente (Personalaufwand an der Betriebsleistung) von über 20 % auf. Nicht wenige liegen aber weit darüber. Es gibt in der Branche auch Lohntangenten von über 50 % und mehr.

  • Der "Faktor Mensch" ist in der MMI wesentlich.
  • Beschäftigungszahlen steigen in den letzten 10 Jahren entgegen allen Trends in der Gesamtindustrie.
  • Auch in Krisenzeiten wurden überdurchschnittliche viele Mitarbeiter in den Betrieben gehalten, größtenteils auf Kosten der Arbeitgeber. Während der Produktionswert in der letzten Krise um über 20 % fiel, sank die Beschäftigung um nur ca. 4 %.
  • Es gibt zahlreiche Initiativen, um Lehrlinge und Fachkräfte für die MMI zu gewinnen, Mädchen und Frauen in technische Berufe zu holen usw.
  • Die MMI zahlt überdurchschnittlich gut. 2011 waren es brutto im Durchschnitt über Euro 2.600,- für Arbeiter und rund Euro 4.000,-für Angestellte.

Grössteneils Familienunternehmen und KMU

Die Branche der Maschinenbauer ist mehrheitlich kleinteilig strukturiert. Rund 85 % der FMMI-Mitglieder sind KMU (unter 250 Mitarbeiter). Über 80 % der Betriebe sind Familienunternehmen. Diese sind häufig die größten Arbeitgeber in der Region und über Generationen am Standort.

  • Schon aufgrund ihrer Geschichte und Strukturen denken die Unternehmen langfristig. Gewinne werden in der Regel in das Unternehmen, den Standort bzw. in die Mitarbeiter reinvestiert.
  • Nur 18 der rund 1.200 Betriebe sind börsennotiert. Davon gehören nur zwei Mitglieder zum Top-Segment auf der ATX-Liste.
  • Im Durchschnitt liegen die Gehälter des Top-Managements in der MMI bei rund Euro 150.000,- pro Jahr. Erfolgsabhängige Prämien von rund einem Drittel können hinzukommen, kommen aber bei schlechter Wirtschaftslage nicht zu tragen. Die durchschnittlichen Löhne liegen im Vergleich dazu bei monatlich Euro 2.600, die Durchschnittsgehälter bei Euro 4.000,-. Umgerechnet beträgt also das Fixum eines Top-Managers rund das Dreifache eines Angestellten und weniger als das Vierfache eines Arbeiters.
  • Fakt ist: Die häufig genannten Spitzengehälter für Manager und hohe Gewinnausschüttungen an Aktionäre betreffen nicht die MMI.

Die Maschinen- & Metallwaren Industrie unterscheidet sich wesentlich von anderen Branchen und braucht geeignete, spezifische Rahmenbedingungen. Dem trägt der FMMI durch eigenständige und direkte KV-Verhandlungen Rechnung.

Fotos aus der Branche finden Sie unter folgendem Link:
http://www.fmmi.at/aktuelles/bilder-der-mmi/

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Hans-Paul Nosko, Fachverband
MASCHINEN & METALLWAREN Industrie
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