Menschen mit Behinderungen ins Zentrum der Armutsbekämpfung stellen

LICHT FÜR DIE WELT freut sich über Entschließungsantrag, der die Rechte von Menschen mit Behinderung gewährleisten soll.

Wien (OTS) - "Ich freue mich sehr, dass die Abgeordneten im Nationalrat ihre Aufmerksamkeit auf die Rechte von Menschen mit Behinderungen richten und für eine Entwicklungszusammenarbeit eintreten, die die ärmsten Menschen erreicht", reagiert Rupert Roniger, Geschäftsführer von LICHT FÜR DIE WELT, auf den Beschluss. Er unterstreicht: "80 Prozent der Menschen mit Behinderungen auf der Welt leben in Entwicklungsländern und sind überdurchschnittlich von Armut und Ausgrenzung betroffen. Sie müssen im Zentrum aller Entwicklungsinitiativen stehen!"

Die Abgeordneten Ulrike Königsberger-Ludwig, Franz-Joseph Huainigg, Judith Schwentner, Gerhard Huber und Petra Bayr, haben den Antrag eingebracht. Sie zeigen mit ihrer Initiative die Notwendigkeit, die Behindertenrechtskonvention gezielt in der Entwicklungszusammenarbeit und Humanitären Hilfe umzusetzen.

In der Umsetzung der Konvention, die besagt, dass Staaten ihre Entwicklungszusammenarbeit inklusiv und barrierefrei gestalten müssen, ist Österreich auch international gefordert:
Als Mitglied verschiedenster internationaler Gremien und Netzwerke -in der EU, in UNO-Organisationen und den internationalen Finanzinstitutionen - kann und muss Österreich für Schutz und Anerkennung der Rechte von Menschen mit Behinderungen eintreten.

Ebenso wichtig ist es, den bewährten Dialog mit der Zivilgesellschaft fortzuführen. Denn Organisationen wie Diakonie, Caritas und LICHT FÜR DIE WELT haben bereits große Erfahrung in der inklusiven Planung und Umsetzung von Hilfsprojekten. Die entsprechend der Konvention verpflichtende Einbeziehung von Behindertenverbänden sei hier ebenfalls hervorgehoben.

Rupert Roniger: "Wir sehen viele positive Zeichen - vom Nationalen Aktionsplan zu Behinderung über die Beschäftigung mit Inklusion in der Österreichischen Entwicklungsagentur ADA bis zu Österreichs Eintreten für die Rechte von Menschen mit Behinderungen in internationalen Foren. Diese deuten auf eine Neuorientierung in der Entwicklungszusammenarbeit hin. Aber es bleibt noch viel zu tun! Wir erwarten, dass Österreich die Umsetzung der Konvention in der Entwicklungszusammenarbeit ernsthaft vorantreibt, damit aus einzelnen Hilfsprojekten ein wahrhaft inklusiver Ansatz entsteht."

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