Produktionsgewerkschaft: 31. Dezember einzig akzeptables Datum für Equal Pay Day

PRO-GE-Frauen fordern schärfere Sanktionen bei Ungleichbehandlung

Wien (OTS/ÖGB) - "Gerechtigkeit gehört zu den fundamentalen Werten einer funktionierenden Gesellschaft. Gleichstellung ist daher kein 'Frauenthema', sondern geht uns alle an", erklärt Rainer Wimmer, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft PRO-GE, zum morgigen Equal Pay Day. Der Tag, an dem das durchschnittliche Männereinkommen seit Jahresbeginn das durchschnittliche Jahreseinkommen der Frauen überschreitet, fällt in diesem Jahr auf den 6. Oktober, zwei Tage später als im Vorjahr. "Höchste Zeit das Tempo weiter zu erhöhen", fordert Wimmer, "denn wir können nicht bis 2055 warten."

In der Lohn- und Kollektivvertragspolitik konnte die PRO-GE zuletzt aktiv zur Reduzierung der Einkommensschere beitragen, vor allem durch verbesserte Anrechnung von Karenzzeiten. 'Baustellen' gebe es trotzdem noch genug, sagt PRO-GE-Bundesfrauenvorsitzende Renate Anderl, zum Beispiel bei der korrekten Einstufung und den Weiterbildungsmöglichkeiten für Frauen. Die hohe Anzahl von Frauen in schlecht bezahlter Teilzeitarbeit sei ein weiterer wesentlicher Faktor.

"Mit den Einkommensberichten und den verpflichtenden Lohn- und Gehaltshinweisen bei Stellenausschreibungen wurde letztes Jahr ein großer Schritt geschafft", erinnert Anderl. Die PRO-GE-Bundesfrauenvorsitzende erneuert allerdings die Forderung nach Sanktionsmöglichkeiten für Betriebe, die keinen Einkommensbericht erstellen. Auch bei den Stellenausschreibungen würden sich die möglichen Strafen im Bagatellbereich bewegen. "Ungleichbehandlung ist kein Kavaliersdelikt! Das sollte auch der Gesetzgeber entsprechend deutlich machen", fordert Anderl schärfere Sanktionen.

Seit März 2012 läuft die Kampagne "Scher dich drum" der PRO-GE-Frauen. Mit dem Tragen des Scheren-Pins, dem Symbol der Kampagne, können Frauen und Männer ein sichtbares Zeichen für mehr Chancengleichheit setzen. Mehr Information unter www.proge-frauen.at

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