Jaan Albrecht und Günther Ofner im management club: "Standort Wien für Luftfahrt von großer Bedeutung."

Wien (OTS) - In einer Diskussion im management club äußerten sich Jaan Albrecht und Günther Ofner über die Zukunft der Luftfahrt in Österreich. Beide bekräftigten ihre Überzeugung, dass der Flughafen Wien und der Home-Carrier Austrian Airlines starke Partner seien und der Standort große Wachstumsmöglichkeiten bietet.

Unter der Moderation von Kurier-Wirtschaftsredakteurin Andrea Hodoschek diskutierten am 3. Oktober 2012 der Vorstandsvorsitzende der Austrian Airlines Jaan Albrecht und der Vorstandsdirektor der Flughafen Wien AG Dr. Günther Ofner über die Herausforderungen in ihren Unternehmen und die Chancen des Luftverkehrs in Österreich. Günther Ofner sprach über die Wachstumsmöglichkeiten des Flughafen Wien. Die derzeitigen Kapazitäten wären mit einem Passieraufkommen von 30 Millionen Reisenden jährlich ausgeschöpft. Die wirtschaftliche Dynamik und der zunehmende Tourismus verlangen aber nach einer dritten Piste. Ofner blickt optimistisch in die Zukunft: "Aus dem Flughafen wird eine Airport-City. Das Dreieck Prag, Wien-Bratislava und Budapest wird zu einer der wirtschaftlich stärksten Region Europas bis 2050. Damit ist Wien ein wichtiger Knotenpunkt für diesen Einzugsbereich, in dem viele Millionen Menschen leben."

Dazu passte auch die Ansage von Albrecht, insbesondere das Angebot der AUA im Langstreckenverkehr auszubauen und Wien als Hub zu positionieren. Albrecht zeigte sich allgemein über die Zusammenarbeit mit dem Flughafen äußerst zufrieden. Auch der Mutterkonzern Lufthansa sei mit der Entwicklung der österreichischen Tochter zufrieden. Ofner versicherte, den Turn-Around der Austrian so gut es geht zu unterstützen. Ein starker Home-Carrier ist für den Standort Wien unersetzlich. Hier sei man auf einem guten Weg bekräftigten beide Diskutanten.

Jaan Albrecht verteidigte dabei die getroffenen, zum Teil harten Maßnahmen, insbesondere den Betriebsübergang auf die 100-Prozent Tochter Tyrolean. Er merkte zwar an, dass er den Unmut der Belegschaft verstehe, aus unternehmerischer Perspektive sei dieser Schritt allerdings alternativlos gewesen. "Die Veränderungen sichern die Zukunft der rot-weiß-roten Heckflosse. Sie sind auch deshalb notwendig, um die Investitionen in neues Fluggerät, moderne Ausstattung und Komfort aus eigener Kraft zu finanzieren." Heuer investiert die Austrian Airlines 90 Mio. Euro in die Langstreckenflotte und neue Sitze.

Betreffend der Situation nach dem erstinstanzlichen Umweltverträglichkeitsbescheides des Landes Niederösterreich laufen aktuell 28 Berufungen dagegen. Angesichts der Widerstände gegen andere Flughafen-Projekte in Europa sei dies eine gute Ausgangslage, mit einer endgültigen rechtskräftigen Entscheidung sei 2014/15 zu rechnen.

Auch der neue Terminal Check-In 3, der eine Verdoppelung der Terminalfläche am Flughafen Wien bedeutet, ist trotz der schwierigen Entstehung schlussendlich zu einem Erfolgsprojekt geworden.

Obwohl die Diskussion von einer positiven Stimmung und einer optimistischen Sicht auf die Zukunft der österreichischen Luftfahrt gekennzeichnet war, brachte es Jaan Albrecht auf den Punkt: "Man kann nie sagen: Es ist genug."

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