Zugangsbeschräkungen zerstören Bildungschancen

Wir werden mit allen Mitteln für einen offenen Hochschulzugang kämpfen

Wien (OTS) - Dass nun tatsächlich, wie die Presse berichtet, fünf weitere Studienrichtungen beschränkt werden sollen, lässt bei der Österreichischen HochschülerInnenschaft die Wogen hoch gehen. "Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie die Regierung die Bildungschancen junger Menschen zerstört", so Martin Schott vom Vorsitzteam der ÖH. "Bereits jetzt ist der Zugang zu höherer Bildung in Österreich in keinster Weise frei. Die bestehenden Zugangsbeschränkungen auszuweiten, anstatt die Hochschulen auszufinanzieren und qualitativ und quantitativ auszubauen, zeigt die Zukunftsfeindlichkeit der aktuellen Hochschulpolitik."

"Aufnahmeverfahren, Zugangsregelungen oder Knock-Out Prüfungen sind nie objektiv. Sie können daher auch nicht gerecht sein und verwehren jungen Menschen mitunter willkürlich den Zugang zu den Hochschulen", so Schott weiter. "Dass nun auch die beiden Studienrichtungen Biologie und Pharmazie beschränkt werden sollen, die als Ausweichstudien für gescheiterte MedizinanwärterInnen bekannt sind, ist ein Schlag ins Gesicht für angehende Studierende. Die voraussichtliche Beschränkung von Informatik, zeigt außerdem wie willkürlich gehandelt wird, wurde doch bis vor kurzem noch versucht die Studierendenzahlen der MINT Fächer zu erhöhen."

"Die Zukunft junger Menschen dem Ermessensspielraum der RektorInnen zu überlassen, macht das verantwortungslose Handeln des Ministers umso deutlicher. Diese Reform wird die Finanzierungsprobleme der Hochschulen nicht lösen, aber unzähligen jungen Menschen Zukunftschancen rauben, die vielleicht bereits nächstes Semester vor verschlossenen Türen stehen werden", so Schott. "Wir werden uns gegen diese Entwicklungen mit allen Mitteln zur Wehr setzen und für einen offenen Hochschulzugang kämpfen."

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