Bundesheer - Lapp: FPÖ unterstützt offenbar das kontraproduktive Modell der ÖVP

ÖVP-Modell führt zu mehr Systemerhaltern, mehr Kosten und weniger Professionalität

Wien (OTS/SK) - "Die FPÖ-Abgeordneten Kunasek und Deutschmann haben heute die Katze aus dem Sack gelassen: Sie unterstützen offenbar das kontraproduktive ÖVP-Modell der Reduktion des Grundwehrdienstes", sagte SPÖ-Nationalratsabgeordnete Christine Lapp am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. "Die Nachteile des ÖVP-Modells liegen auf der Hand: Es bringt mehr Kosten und weniger Sicherheit; die Strukturen im Heer werden dadurch nicht besser", fasst Lapp zusammen. Die Wehrdienstzeit weiter zu reduzieren würde ein noch größeres Missverhältnis zwischen Ausbildungs- und eigentlicher Dienstzeit schaffen, betonte Lapp. Darüber hinaus müssten jedes Jahr tausende Wehrpflichtige mehr als bisher als Systemerhalter dienen, gibt Lapp zu bedenken: "Je kürzer der Wehrdienst, desto mehr Systemerhalter, sprich: Kellner und Köche." ****

Dieses Mehr an einzuziehenden Wehrdienstpflichtigen würde zu höheren Kosten führen, "dabei ist die Wehrpflicht schon jetzt betriebswirtschaftlich ineffizient", kritisiert die Abgeordnete und erinnert daran, dass es in ganz Europa nur mehr drei Länder mit Wehrpflicht gibt. "Wir wollen im Gegensatz zum ÖVP-Modell ein Profi-Heer: mehr Profis im Katastrophenschutz, mehr Profis beim Heer und mehr Profis bei Auslandseinsätzen. Mit kurzer Ausbildung und darauf folgenden Hilfsdienstleistungen kann keine Professionalität hergestellt werden." (Schluss) bj/sv

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