Schwentner: Fristenlösung darf nicht in Frage gestellt werden

Grüne für klare Distanzierung der ÖVP von radikalen AbtreibungsgegnerInnen

Wien (OTS) - "Von den beiden ÖVP-Politikern Spindelegger und Pröll, die im Kongressprogramm radikaler AbtreibungsgegnerInnen standen, fehlt bis heute eine eindeutige Absage. Ohne eine klare Distanzierung von Spindelegger und Pröll entsteht der Eindruck, dass hochrangige ÖVP-Politiker radikale AbtreibungsgegnerInnen unterstützen", sagt Judith Schwentner, Frauensprecherin der Grünen. Bei dem vom 4.-8.10.2012 in Wien stattfindenden Welt-Gebets-Kongress für das Leben wurden in der ursprünglichen Fassung des Kongressprogramms Begrüßungsworte von Vizekanzler Michael Spindelegger und Landeshauptmann Erwin Pröll im Rahmen eines Gala-Dinner im Palais Niederösterreich angeführt. In einer späteren Programmfassung war dann nur mehr allgemein von "Repräsentanten aus Kirche und Politik" die Rede. "Ohne eine klare Abgrenzung der genannten Politiker von dieser Veranstaltung, bleibt ein äußerst befremdliches Bild zurück. Hier könnte der Eindruck entstehen, dass hochrangige ÖVP-Politiker sich nicht entsprechend von der Veranstaltung distanzieren", meint Schwentner.

Seit über 30 Jahren gibt es nun die Fristenlösung in Österreich. "Auch in Zukunft darf diese nicht in Frage gestellt werden und der Zugang zu leistbaren Verhütungsmitteln muss verbessert werden. Denn keine Frau entscheidet sich leichtfertig für einen Schwangerschaftsabbruch. Dass Frauen außerdem von religiösen FanatikerInnen immer wieder belästigt und verbal attackiert werden ist, auf das Schärfste abzulehnen", sagt Schwentner.

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